OpenClaw-Ersteller Peter Steinberger tritt OpenAI bei
Der österreichische Softwareentwickler Peter Steinberger, der den viralen KI-Assistenten OpenClaw geschaffen hat, tritt nun OpenAI bei. Ursprünglich als Clawdbot und später als Moltbot bekannt, erlangte OpenClaw in den vergangenen Wochen große Aufmerksamkeit, da er sich als „KI, die wirklich Dinge erledigt“ präsentiert – von der Terminplanung über Flugbuchungen bis hin zum Joinen einer sozialen Plattform voller anderer KI-Assistenten. Der Name wechselte zunächst, nachdem Anthropic rechtliche Bedenken wegen der Ähnlichkeit zu seinem KI-Modell Claude äußerte, und erneut, weil Steinberger den neuen Namen bevorzugte. In einem Blogbeitrag erklärte Steinberger, dass er zwar die Möglichkeit gehabt hätte, OpenClaw zu einem großen Unternehmen auszubauen, dies jedoch nicht mehr spannend finde. „Was ich will, ist die Welt zu verändern, nicht ein großes Unternehmen aufzubauen“, schrieb er. Die Zusammenarbeit mit OpenAI sei der schnellste Weg, um seine Vision zu verwirklichen. OpenAI-Chef Sam Altman bestätigte die Nachricht auf X (früher Twitter) und kündigte an, dass Steinberger die Entwicklung der nächsten Generation persönlicher KI-Agenten voranbringen werde. Altman lobte Steinberger als Genie mit bahnbrechenden Ideen über die Zukunft intelligenter, miteinander interagierender KI-Systeme, die Menschen nützliche Aufgaben abnehmen können. Er betonte, dass OpenClaw als Open-Source-Projekt in einer Stiftung weiterbestehen und von OpenAI unterstützt werden werde. OpenClaw hat sich in kurzer Zeit zu einem der auffälligsten Phänomene im KI-Bereich entwickelt, da Nutzer zunehmend nach autonomen Systemen suchen, die ohne ständige menschliche Steuerung Aufgaben übernehmen können. Dieses Interesse spiegelt die wachsende Nachfrage nach KI-Systemen wider, die nicht nur Informationen liefern, sondern auch handeln. OpenAI, das kürzlich mit einer Bewertung von 500 Milliarden Dollar bewertet wurde, steht unter großem Druck, seine Marktführerschaft zu halten, besonders gegenüber Konkurrenten wie Google und Anthropic. Letzteres erreichte kürzlich eine Bewertung von 380 Milliarden Dollar und gewinnt an Boden durch seine KI-Modelle, insbesondere durch Claude Code und die neue Version Claude Opus 4.6, die sich durch bessere Programmierfähigkeiten, längere Aufgabenhaltbarkeit und qualitativ hochwertigere Ergebnisse auszeichnet. Die Rekrutierung von Spitzenkräften wie Steinberger ist Teil einer breiten Offensive der KI-Unternehmen, um talentierte Entwickler und Forscher zu gewinnen. So kaufte OpenAI im Mai Jony Ives’ KI-Startup io für über 6 Milliarden Dollar. Auch Meta und Google investieren Milliarden in die Gewinnung von KI-Experten. Die Entwicklung autonomer KI-Agenten gilt als Schlüssel zur nächsten Generation künstlicher Intelligenz, die nicht nur reagiert, sondern proaktiv handelt – ein Bereich, in dem OpenAI nun mit Steinbergers Expertise verstärkt agieren will.
