Trump, Musk und Jensen Huang reisen mit Air Force One
Die Luftfahrtgruppe der USA ist erneut ein Zentrum geschäftlicher Aktivitäten, während Präsident Donald Trump mit Air Force One nach China fliegt. Zu seinen prominenten Gästen gehören Elon Musk, der Vorstandsvorsitzende von Tesla und SpaceX, sowie Jensen Huang, der Chef von Nvidia. Laut einer Veröffentlichung auf Truth Social reisten zehn weitere Führungskräfte aus der Wirtschaft mit dem Präsidenten nach Peking, wobei Musk in einer eigenen Nachricht auf der Plattform X betonte, dass er und Huang die einzigen Tech-Vorstehenden an Bord des Präsidentenflugzeugs seien. Der Reiseverlauf war von mehreren Etappen geprägt. Musk verließ bereits am Starttag in Andrews Joint Base mit dem Präsidenten. Huang stieg während eines Tankstops in Anchorage in Alaska zu, wie ein auf der Plattform X geteilter Bericht des New York Post zeigt. Auf dem Foto ist Huang mit einem Rucksack ausgestattet zu sehen. Während des Flugs über den Pazifik nutzte Musk eine Starlink-Internetverbindung, um live Posts zu veröffentlichen. Die Reise findet vor dem Hintergrund sich verschärfender technologischer und handelspolitischer Spannungen statt. Tesla verliert zunehmend Marktanteile in China, wo Konkurrenten wie BYD im Jahr 2025 erstmals mehr Elektrofahrzeuge verkauften als der kalifornische Hersteller. Dennoch ist Musk ein wichtiger Unterstützer von Trump gewesen und gab bei den Wahlen 2024 mindestens 277 Millionen Dollar für republikanische Kandidaten aus, bevor es im Sommer zu vorübergehenden Meinungsverschiedenheiten über ein umstrittenes Gesetz kam. Neben den beiden Tech-Giganten reisen weitere Führungskräfte namhafter Unternehmen mit dem Präsidenten. Dazu gehören Sanjay Mehrotra von Micron und Cristiano Amon von Qualcomm. Die Präsenz von Micron ist besonders relevant, da China im Jahr 2023 den Einsatz bestimmter Micron-Chips in kritischen Infrastrukturen aus Sicherheitsgründen beschränkte. Jensen Huangs primäres Ziel bleibt die Erlangung von Genehmigungen, damit Nvidia seine KI-Chips weiterhin in China verkaufen kann, einem der wichtigsten Märkte für das Unternehmen. Die Delegation umfasst auch andere Spitzenvertreter aus unterschiedlichen Branchen. Dazu gehören Tim Cook von Apple, Larry Fink von BlackRock, Stephen Schwarzman von Blackstone, Kelly Ortberg von Boeing, Brian Sikes von Cargill, Jane Fraser von der Citigroup, Larry Culp von GE Aerospace sowie David Solomon von Goldman Sachs. Kelly Ortberg, CEO von Boeing, hat mit seiner Reise große Hoffnungen auf neue Flugzeugverkäufe. China ist ein riesiger Wachstumsmarkt für die Luftfahrtindustrie. Im vergangenen Monat unterzeichnete der Rivale Airbus bereits einen Vertrag im Wert von 21,4 Milliarden Dollar mit China Southern Airlines und Xiamen Airlines für über 100 Flugzeuge. Ortberg besuchte bereits im Mai des Vorjahres mit Trump Katar, wo Qatar Airways den Kauf von bis zu 210 Boeing-Flugzeugen vereinbarte, was von der Weißen Bühne als Deal im Wert von 96 Milliarden bewertet wurde. Am Dienstagabend veröffentlichte Trump eine Botschaft, in der er ankündigte, er werde Präsident Xi Jinping bitten, China für die Geschäftswelt weiter zu öffnen. Er drückte die Hoffnung aus, dass die Unternehmer ihre Fähigkeiten einbringen und das Land zu einem noch höheren Niveau führen könnten. Die Reise markiert einen wichtigen Schritt im Versuch, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den USA und China trotz politischer Differenzen zu stabilisieren und neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen.
