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Denario: KI-Assistent für alle Schritte der Wissenschaft

Forscher haben einen künstlichen Intelligenz-„Wissenschaftsassistenten“ namens Denario entwickelt, der die wissenschaftliche Forschung beschleunigen und interdisziplinärer gestalten soll. Denario nutzt große Sprachmodelle, um Wissenschaftler bei Aufgaben wie der Formulierung neuer Hypothesen, der Datenanalyse und der Erstellung wissenschaftlicher Dokumente zu unterstützen. Im Gegensatz zu bisherigen Tools wie ChatGPT, die meist nur einzelne Schritte des Forschungsprozesses unterstützen, ist Denario darauf ausgelegt, den gesamten Prozess von der Ideenfindung bis zur Manuskripterstellung end-to-end zu bewältigen. Die Entwicklung wurde von der Universität Cambridge, dem Flatiron Institute und der Autonomen Universität Barcelona geleitet und umfasst Experten aus Bereichen wie Astrophysik, Biologie, Chemie, Materialwissenschaft, Neurowissenschaften, Mathematik, Maschinelles Lernen, Quantenphysik und Philosophie. Denario besteht aus mehreren spezialisierten AI-Agenten, die modular arbeiten und je nach Bedarf einzeln oder gemeinsam eingesetzt werden können. Der Prozess beginnt damit, dass Forscher ein Datenset und eine kurze Beschreibung hochladen. Zunächst entwickeln Agenten Ideen für Forschungsprojekte, die anschließend auf ihre Neuheit überprüft werden, indem sie vorhandene Literatur analysieren. Anschließend schlagen Methoden- und Planungs-Agenten Ansätze zur Datenanalyse vor. Diese werden durch CMBAgent, ein Multi-Agentensystem, ausgeführt, das Code schreibt, debuggt und ausführt, bevor es die Ergebnisse interpretiert. Abschließend erstellen Schreib- und Überprüfungs-Agenten zusammenfassende Texte und überarbeiten sie. Bisher wurde Denario hunderte Male auf Datensätze aus verschiedenen Disziplinen getestet. Obwohl die meisten Ergebnisse von Experten als ungeeignet eingestuft wurden, erzielte etwa jeder zehnte Durchlauf ein interessantes Forschungsfragen oder Ergebnis. Besonders vielversprechend ist die interdisziplinäre Perspektive: Denario kann Ideen aus anderen Fachgebieten ziehen, die ein Spezialist möglicherweise nicht berücksichtigen würde. Dies könnte neue Forschungsfelder eröffnen. Die Forscher betonen, dass Denario kein Ersatz für Wissenschaftler ist. Aktuell produziert es nur selten wertvolle Erkenntnisse und hat bereits falsche Daten erzeugt – ein sogenanntes „Halluzinieren“ von Informationen. Daher bleibt menschliche Überprüfung unerlässlich. Auch gibt es Herausforderungen bei der Darstellung von Unsicherheiten und der korrekten Zitation früherer Studien. Ethische Fragen rund um Urheberrecht, Verantwortung und mögliche Missbrauchsmöglichkeiten sind noch offen. Zukünftig soll Denario effizienter und leistungsfähiger werden, beispielsweise durch automatische Filterung von minderwertigen Ausgaben. Die Entwickler fordern eine offene Diskussion über die verantwortungsvolle Nutzung solcher Systeme. Sie betonen, dass die Entwicklung von Denario nur durch enge Zusammenarbeit zwischen Akademie und Industrie möglich war. Ziel ist es, Wissenschaftlern Zeit zu sparen, die sie bisher für routinemäßige Aufgaben wie das Durchsuchen von ArXiv oder das Formatieren von Bildern aufwenden, und stattdessen mehr Zeit für kreatives Denken zu gewinnen.

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