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KI-gestützte Nachrichten in der Medizin: Nutzen und Zurückhaltung

Eine neue Studie der NYU Tandon, NYU Langone Health und der NYU Stern School of Business liefert erste datenbasierte Einblicke in die Nutzung künstlicher Intelligenz (KI) zur Unterstützung von Nachrichtenübermittlung im Gesundheitswesen. Die Forschung untersucht, wie generative KI-Tools dazu beitragen könnten, die wachsende Nachrichtenlast, mit der Ärztinnen und Ärzte konfrontiert sind, zu bewältigen – etwa durch automatisierte Antwortvorschläge, Zusammenfassungen von Kommunikationsverläufen oder Priorisierung von dringenden Nachrichten. Die Ergebnisse zeigen, dass KI-Tools das Potenzial haben, die Effizienz im klinischen Alltag zu steigern, insbesondere bei der Kommunikation zwischen medizinischem Personal, Patienten und anderen Fachkräften. Trotz dieses Potenzials bleiben viele Gesundheitsdienstleister jedoch zögerlich, die Technologie einzusetzen. Die Studie identifiziert mehrere zentrale Barrieren: Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit und des Datenschutzes, insbesondere im Hinblick auf sensible Patientendaten; Unsicherheit über die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der KI-Antworten; sowie mangelnde Vertrautheit mit den Tools und fehlende Schulungsmöglichkeiten. Zudem zeigen die Befunde, dass Ärzte und Pflegekräfte oft befürchten, dass KI die menschliche Interaktion beeinträchtigen könnte, was die Qualität der Patientenversorgung gefährden könnte. Die Forscher analysierten Daten aus mehreren klinischen Einrichtungen, darunter elektronische Kommunikationsprotokolle und Interviews mit über 150 medizinischen Fachkräften. Sie fanden heraus, dass diejenigen, die bereits KI-Tools in ihren Arbeitsabläufen einsetzten, eine signifikante Reduktion der Nachrichtenverarbeitungszeit berichteten – im Durchschnitt bis zu 30 Prozent. Gleichzeitig zeigte sich, dass die Akzeptanz stark von der Qualität der Benutzeroberfläche, der Integration in bestehende Systeme wie EHR (Electronic Health Records) und der Unterstützung durch die Institution abhängt. Die Studie unterstreicht, dass der Schlüssel zur erfolgreichen Einführung von KI in der Gesundheitskommunikation nicht nur technologische Fortschritte, sondern auch strukturelle und kulturelle Veränderungen sind. Unternehmen und Krankenhäuser müssen Investitionen in Schulungen, klare Datenschutzrichtlinien und die Entwicklung von KI-Systemen mit medizinischem Fachwissen verbinden, um das Vertrauen der Fachkräfte zu gewinnen. Branchenexperten sehen in der Studie eine wichtige Grundlage für zukünftige politische und betriebliche Entscheidungen. „Die Technologie ist reif, aber die Akzeptanz hängt von Vertrauen und Transparenz ab“, sagt Dr. Elena Müller, KI-Experte am NYU Langone Health. „Wenn wir KI im Gesundheitswesen erfolgreich nutzen wollen, müssen wir nicht nur die Tools verbessern, sondern auch die Menschen dahinter unterstützen.“ Die NYU Stern School of Business betont, dass die wirtschaftlichen Vorteile – wie geringere Betriebskosten und höhere Patientenzufriedenheit – langfristig die Investition rechtfertigen könnten. Die Ergebnisse tragen dazu bei, die Diskussion um KI im Gesundheitswesen von rein technologischen zu menschzentrierten Fragen zu verlagern.

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