CoreWeave kauft KI-Agenten-Startup OpenPipe
CoreWeave hat vereinbart, die 2022 gegründete Y Combinator-Start-up OpenPipe zu übernehmen, das sich auf die Entwicklung maßgeschneiderter KI-Agenten mittels Verstärkendem Lernen spezialisiert hat. Die Nachricht wurde am Mittwoch veröffentlicht. OpenPipe hat ein Open-Source-Toolkit namens ART (Agent Reinforcement Trainer) entwickelt, das Unternehmen dabei unterstützt, KI-Systeme für spezifische Geschäftsprozesse zu trainieren. Die Übernahme ist Teil der strategischen Ausweitung von CoreWeave, das ursprünglich als Anbieter leistungsstarker Cloud-Infrastruktur für das Training großer KI-Modelle bekannt wurde und nun tiefer in den Entwicklungs- und Anwendungsstack einsteigt. Brian Venturo, Co-Gründer von CoreWeave, betonte in einer Erklärung, dass Verstärkendes Lernen eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung der Leistung von KI-Agenten und reasoning-basierten Aufgaben spiele. Mit der Integration von OpenPipes selbstlernenden Tools und der Hochleistungs-Cloud-Infrastruktur von CoreWeave will das Unternehmen Entwicklern in KI-Labors und Unternehmen einen entscheidenden Vorteil bei der Skalierung intelligenter Systeme bieten. Die finanziellen Details der Übernahme wurden nicht offengelegt. Im März 2024 hatte OpenPipe eine Seed-Runde von 6,7 Millionen US-Dollar abgeschlossen, an der unter anderem Costanoa Ventures, Y Combinator, Logan Kilpatrick von Google DeepMind, Tom Preston-Werner (GitHub-Gründer) und Alex Graveley (Mitentwickler von GitHub Copilot) beteiligt waren. Die Übernahme folgt auf CoreWeaves frühere Akquisition des KI-Entwicklungstools Weights & Biases im März 2024 und unterstreicht die strategische Ausrichtung auf die Unterstützung des gesamten KI-Entwicklungszyklus – von Modelltraining über Monitoring bis hin zur Anpassung an Unternehmensanforderungen. OpenPipes Team wird vollständig in CoreWeave integriert, und bestehende OpenPipe-Kunden werden zu CoreWeave-Kunden. Die Nachfrage nach maßgeschneiderten KI-Agenten steigt, da Unternehmen verstärkt versuchen, KI-Systeme für spezifische Aufgaben wie Kundenservice, Prozessautomatisierung oder Datenanalyse zu optimieren. Verstärkendes Lernen ermöglicht es, Modelle durch Belohnungssysteme kontinuierlich zu verbessern. Dieser Prozess erfordert jedoch erhebliche Rechenressourcen – genau dort setzt CoreWeave an. Durch die Übernahme kann das Unternehmen nicht nur die Infrastruktur bereitstellen, sondern auch ein integriertes Angebot aus Tools und Cloud-Leistung anbieten. Industrieanalysten sehen die Akquisition als klugen Schachzug, der CoreWeave von einem reinen Cloud-Anbieter zu einem umfassenden KI-Plattform-Player macht. Die Kombination aus OpenPipes innovativen Tools und CoreWeaves Skalierbarkeit könnte besonders für mittelständische Unternehmen attraktiv sein, die bisher auf die Ressourcen großer KI-Labors wie OpenAI angewiesen waren. CoreWeave, gegründet 2021, ist ein führender Anbieter von GPU-Cloud-Infrastruktur für KI-Entwicklung und zählt unter anderem OpenAI, Anthropic und Stability AI als Kunden. OpenPipe, mit Sitz in Seattle, hat sich schnell als innovativer Player im Bereich agenter KI etabliert. Die Übernahme stärkt CoreWeaves Position in der sich rasch entwickelnden Marktnische für KI-Agenten und unterstreicht den Trend hin zu integrierten, plattformbasierten Lösungen für die KI-Entwicklung.
