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SoftBank investiert 2 Milliarden in Intel für AI-Strategie

Der japanische Investitionsunternehmen SoftBank wird 2 Milliarden US-Dollar in den US-Chiphersteller Intel investieren. Die Investition, die unter einer Vereinbarung erfolgt, bei der SoftBank 23 Dollar pro Aktie zahlt, macht das Unternehmen zum sechstgrößten Aktionär von Intel. Die Ankündigung erfolgte kurz nach einem Treffen von Intel-Chef Lip-Bu Tan mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. Dieser hatte zuvor Kritik an Tan geübt, da dieser früher enge Verbindungen zu chinesischen Unternehmen hatte, doch das Treffen signalisiert eine Entspannung der Beziehungen. SoftBank-Chef Masayoshi Son betonte in einer Erklärung, dass die Investition der Überzeugung entspringt, dass die fortschrittliche Halbleiterproduktion und -versorgung in den USA weiter ausgebaut werden wird, wobei Intel eine zentrale Rolle spielen werde. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der Intel seine Ausgaben reduziert und Tausende Mitarbeiter entlässt, während es versucht, sich im Wettbewerb um die führende Position im künstlerischen KI-Chip-Markt zu behaupten. Die KI-Industrie wächst rasant: Laut Schätzungen von Precedence Research wird der Markt für KI-Chips bis 2029 über 1000 Milliarden US-Dollar erreichen. Dabei dominiert Nvidia mit seiner GPU-Technologie und der CUDA-Softwareplattform mit über 60 Prozent Marktanteil. Um diesem Wettbewerb zu begegnen, entwickelt Intel seine Gaudi-3-Chips und plant, in den kommenden Jahren Hunderte Millionen KI-fähiger PCs mit neuronalen Verarbeitungseinheiten (NPU) auf den Markt zu bringen. Auch AMD und Cloud-Anbieter wie Amazon und Google entwickeln eigene KI-Chips, um ihre Abhängigkeit von externen Lieferanten zu verringern. Die 2 Milliarden Dollar von SoftBank sind zwar für die Milliardeninvestitionen, die Intel benötigt, um seine Fertigungskapazitäten auszubauen, nur ein Tropfen im Meer, doch sie bieten wertvolle Liquidität und Signalwirkung. Für SoftBank ist die Investition Teil einer größeren Strategie im Bereich KI. Das Unternehmen hat bereits mit OpenAI und Oracle eine 500-Milliarden-Dollar-Initiative namens „Project Stargate“ gestartet, die auf den Aufbau einer Netzwerk von Rechenzentren in den USA abzielt. Zudem war SoftBank bis 2019 ein großer Aktionär von Nvidia – die Entscheidung, die Anteile zu verkaufen, gilt heute als schwerer Fehler, da Nvidia zu einem multitrillionen-Dollar-Unternehmen wurde. Die neue Investition in Intel soll nun helfen, die eigene KI-Ökologie zu stärken, indem SoftBank von der Chip-Design-Expertise von Arm (eine Tochterfirma) über die Fertigung bis hin zu KI-Infrastruktur vordringt. Allerdings reagierten die Märkte gemischt: Intel-Aktien stiegen nach der Ankündigung um mehr als fünf Prozent im After-Hours-Handel, während SoftBank-Aktien in Tokio um 5,4 Prozent fielen – der stärkste Verlust seit April. Analysten wie Amir Anvarzadeh von Asymmetric Advisors warnen, dass die Investition möglicherweise politisch motiviert sei, um Trump zu gefallen, und nicht rein profitorientiert. Tatsächlich berichtet die US-Regierung über eine mögliche Beteiligung von zehn Prozent an Intel, die aus bereits zugesagten Fördermitteln entstehen könnte. Zusammenfassend ist die Investition ein bedeutender Schritt in einer komplexen Dreiecksbeziehung zwischen Technologie, Kapital und geopolitischer Strategie. Ob Intel seine Transformation schaffen und SoftBank seine KI-Strategie erfolgreich umsetzen kann, wird entscheiden, ob sich die globale KI-Industrie neu strukturieren wird.

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