HyperAIHyperAI

Command Palette

Search for a command to run...

16-Jähriger baut KI-Schildkröte zur Mikroplastik-Erkennung

Der sechzehnjährige kanadische Ingenieurstudentenanwärter Evan Budz hat auf der Regeneron International Science and Engineering Fair im Mai 2026 den Gordon E. Moore Award für Positive Outcomes for Future Generations sowie ein Stipendium in Höhe von 50.000 US-Dollar gewonnen. Im Mittelpunkt seiner Auszeichnung steht ein autonomes, bionisches Roboterturtle, das künstliche Intelligenz mit einer selbst konzipierten 3D-Hologrammkamera vereint, um Mikrokunststoffe in natürlichen Gewässern zu identifizieren. Die Entwicklung des Systems begann im Frühsommer 2024 in Ontario, nachdem Budz während einer Campingreise die effiziente Fortbewegung von Sumpfschildkröten beobachtet hatte. Er entwickelte ein Robotergehäuse, das der biologischen Schwimmweise nachempfunden ist und für energieeffiziente Langstreckeneinsätze ausgelegt ist. Sowohl der bionische Chassis als auch die holografische Imaging-Einheit erforderten jeweils etwa 2.000 Arbeitsstunden. Nach mehrmonatigen Testreihen in einem privaten Pool und später in lokalen Seen passte Budz die Algorithmen für die autarke Tiefenregulierung, die Navigation nach vordefinierten Suchmustern und die vollständige Fernsteuerungsfreiheit des Geräts an. Die finale Validierung musste aufgrund der kurzen Testfenster im kalten kanadischen Winter strategisch in mehreren Seen durchgeführt werden. Die Detektionstechnologie basiert auf der Aufnahme hochauflösender 3D-Hologramme, die direkt durch trainierte KI-Modelle ausgewertet werden. Eine zentrale Herausforderung lag in der zuverlässigen Trennung von Mikrokunststoffen ab zehn Mikrometern Größe von organischen Schwebstoffen. Durch iterative Hardware- und Softwareoptimierungen erreichte das System bei den abschließenden Feldversuchen eine Genauigkeit von 94 Prozent. Damit adressiert Budz ein dringendes Problem der Umweltmesstechnik: Herkömmliche Laboranalysen sind oft tage- und wochenlang, kostspielig und an spezialisiertes Personal gebunden. Sein Robotersystem ermöglicht hingegen eine schnelle, dezentrale und vor-Ort-Analyse, was die Überwachung abgelegischer Gewässer und die Frühwarnung von Ökosystemen erheblich beschleunigen kann. Mit dem gewonnenen Preisgeld beabsichtigt Budz, ein Studium in den Ingenieurwissenschaften oder den Naturwissenschaften zu finanzieren. Parallel plant er, die Daten und Architektur seines Projekts für die Forschung zugänglich zu machen, um die Entwicklung skalierbarer, autonomer Umweltmonitoring-Plattformen zu fördern. Die Ehrung erfolgte im Rahmen eines globalen Wettbewerbs mit über 1.700 Teilnehmern und einem Gesamtprämienvolumen von sieben Millionen US-Dollar. Das Projekt unterstreicht die wachsende Bedeutung intelligenter Schwarmrobotik und maschinelles Lernen bei der Lösung drängender ökologischer Herausforderungen.

Verwandte Links