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Era hebt 11 Mio. für KI-Geräte-Plattform ein

Das Startup Era hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von elf Millionen Dollar abgeschlossen, um eine Softwareplattform für den Aufbau intelligenter Geräte zu entwickeln. Die Finanzierung schließt eine neun Millionen Dollar schwere Seed-Runde ein, die von Abstract Ventures und BoxGroup angeführt wurde, während Collaborative Fund und Mozilla Ventures ebenfalls beteiligt waren. Zusätzlich erhielt das Unternehmen zuvor zweieinhalb Millionen Dollar in einer Vor-Finanzierungsphase. Zu den einzelnen Investoren zählen unter anderem Flickr-Gründerin Caterina Fake, Ken Kocienda, der das iPhone-Tastatursystem entwickelte, sowie Tony Wang und Daniel Kuntz. Die Gründer des Unternehmens sind CEO Liz Dorman, CTO Alex Ollman und CPO Megan Gole. Dorman arbeitete zuvor bei Humane an der KI-Orchestrierung und wechselte dann zu HP, wo sie im Rahmen der Übernahme von Humane tätig war. Ollman hatte Erfahrungen mit agentischen Frameworks für Unternehmen bei HP gesammelt, während Gole zuvor am io-Projekt von Jony Ive und Sam Altman arbeitete. Das Startup wurde im letzten Jahr gegründet. Erst vor kurzem im April organisierte Era in New York eine Veranstaltung für Künstler, die Entwicklungskits erhalten hatten. Diese stellten verschiedene Mini-Geräte vor, darunter ein Souvenir, das Fakten und Witze über Frankreich liefert, oder ein telefonartiges Gerät, das Aktienkurse analysiert und Ratschläge zum Jobwechsel gibt. Auch ein Gadget zur Messung der Luftqualität wurde präsentiert. Allen dieser experimentellen Geräte gemeinsam ist die Era-Plattform, die es Hardware-Herstellern ermöglicht, KI-Agenten und Orchestrierungen für Geräte zu erstellen. Das Unternehmen plant nicht selbst, Hardware zu bauen, sondern möchte andere dabei unterstützen, indem es eine Softwareebene bereitstellt, die Aufgaben wie die Erstellung individueller Stimmen oder die Nachrüstung intelligenter Funktionen in klassische Geräte wie Kopfhörer übernimmt. Die Plattform von Era bietet derzeit Zugriff auf über 130 Large Language Models von mehr als 14 Anbietern, um verschiedene Gerätetypen wie Brillen, Schmuck und Heimlautsprecher zu unterstützen. CEO Dorman argumentiert, dass das Ziel darin besteht, die App-Ebene durch eine Intelligenzschicht zu ersetzen. Sie betont, dass die Zukunft der Technologie nicht in den Händen isolierter Entwickler in San Francisco liegen sollte, sondern den Nutzern mehr Wahlmöglichkeiten bei ihren Geräten bieten muss. Die Plattform ist darauf ausgelegt, dynamisch zwischen verschiedenen Modellen zu wechseln und reale Einschränkungen wie die Verbindungslage zu berücksichtigen. Era plant, die Technologie der Maker-Community und der Open-Source-Szene zugänglich zu machen, um zu demonstrieren, wie die Plattform verschiedene Gerätetypen antreiben kann. Das Unternehmen strebt eine skalierbare Lösung an, die Millionen von Geräten bedienen kann und es Nutzern ermöglicht, ihre Speicher- und Modellanbieter datenschutzkonform auszuwählen. In einem Umfeld, in dem bisher nur wenige KI-Hardware-Startups wie Plaud oder Sandbar einen gewissen Erfolg verzeichnen konnten, während andere wie Humane oder Rabbit weniger sichtbar sind, hofft Era, dass mit zunehmender Nutzerakzeptanz von KI-Gadgets neue Anwendungsfälle entstehen werden, die sich langfristig etablieren.

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