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Halligan warnt vor überzogenen Erwartungen bei Gen-AI-Startups

Brian Halligan, Mitbegründer und ehemaliger CEO von HubSpot sowie Partner bei der renommierten Investitionsfirma Sequoia Capital, warnt vor überzogenen Erwartungen an generative KI-Startups. In einem Gespräch im November 2025 betont er, dass derzeit mehr „Sizzle“ als „Steak“ in der Szene zu finden sei – also mehr Hype als nachhaltige, skalierbare Geschäftsmodelle. Halligan, der selbst als Unternehmer und Mentor zahlreiche Tech-Unternehmen begleitet hat, sieht in der aktuellen KI-Boomphase eine ähnliche Dynamik wie in früheren Tech-Blasen, wobei viele Startups auf der Suche nach schnellen Erfolgen und hoher Aufmerksamkeit agieren, ohne langfristige Wertschöpfung zu etablieren. Er berichtet, dass er derzeit mehrere generative KI-Unternehmen berät, darunter Lovable (KI-gestützte Codeerstellung), ElevenLabs (Sprachsynthese und -generierung), Sierra AI (KI-basierte Kundenservice-Lösungen) und Harvey AI (juristische KI-Tools). Trotz seiner engen Verbindung zu diesen Unternehmen betont er, dass nur wenige von ihnen tatsächlich überzeugende Produkt-Markt-Passungen und tragfähige Monetarisierungsstrategien aufweisen. Viele Startups konzentrieren sich auf technische Innovationen, vernachlässigen jedoch entscheidende Aspekte wie Kundenakquisition, Skalierbarkeit und Kundentreue – klassische Managementherausforderungen, die auch bei HubSpot eine zentrale Rolle spielten. Halligan warnt vor einer Überbewertung der generativen KI-Technologie selbst. „Die Technologie ist beeindruckend, aber sie ist kein Selbstläufer“, sagt er. „Die wirkliche Herausforderung liegt darin, sie in echte Geschäftsprozesse zu integrieren und einen messbaren Wert für Kunden zu liefern.“ Er sieht eine Gefahr darin, dass Investoren und Gründer sich zu sehr auf die technische Neuartigkeit konzentrieren, während grundlegende Fragen der Nachhaltigkeit, Ethik und regulatorischer Rahmenbedingungen vernachlässigt werden. Seine Empfehlung an junge KI-Unternehmen lautet: „Fangen Sie nicht mit der Technologie an, sondern mit dem Problem. Was lösen Sie wirklich für den Kunden?“ Er betont, dass langfristiger Erfolg nicht allein von der KI-Performance abhängt, sondern von der Fähigkeit, ein echtes Bedürfnis zu adressieren, ein starkes Team aufzubauen und eine klare Wachstumsstrategie zu verfolgen. Industrieexperten teilen Halligans Skepsis. „Wir befinden uns in einer Phase des Überflusses an KI-Startups, aber nur wenige haben eine echte Marktdifferenzierung“, sagt eine Analystin von a16z. „Die nächsten 18 Monate werden entscheidend sein – nur diejenigen, die über die Technologie hinaus auch echte Nutzenwerte liefern, werden überleben.“ Halligan selbst bleibt optimistisch, aber realistisch: „Die KI wird transformieren, aber nicht alle, die heute mit KI starten, werden morgen noch da sein.“ Sequoia Capital, eine der weltweit führenden Risikokapitalfirmen, hat in den letzten Jahren erhebliche Anteile in KI-Startups investiert, darunter OpenAI und Anthropic. Halligans Einfluss innerhalb des Netzwerks ist groß, und seine Warnung gilt als Signal für eine mögliche Konsolidierung der Branche.

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