Hinge Health stellt AI-Tools für personalisierte MSK-Care vor
Hinge Health hat zwei neue künstliche-Intelligenz-gestützte Care-Tools vorgestellt: Movement Analysis und Robin, einen AI Care Assistant. Movement Analysis nutzt TrueMotion®-Computer Vision-Technologie, um objektive Daten zur Bewegungsfähigkeit zu erfassen – wie Gelenkwinkel, Symmetrie und Ausdauer – und kombiniert diese mit gezielten Fragen zu sogenannten Hinge Scores für die Gelenkgesundheit. Dies ermöglicht Mitgliedern eine genauere Selbstüberwachung ihrer Fortschritte und einen Vergleich mit ähnlichen Nutzern. Ärzte und Therapeuten erhalten dadurch eine umfassendere, datengestützte Basis für individuelle Behandlungsentscheidungen. Robin fungiert als 24/7-Assistent, der zunächst auf akute Schmerzschübe reagiert, Details sammelt, Ressourcen bereitstellt und die Situation für den Therapeuten zusammenfasst. In Zukunft wird Robin auch häufige Fragen beantworten, personalisierte Einblicke liefern und proaktiv mit Mitgliedern kommunizieren. Die beiden Tools sind Teil eines umfassenden Ansatzes, bei dem Hinge Health seine digitale Gesundheitsplattform durch verantwortungsvolle KI-Integration weiterentwickelt. Dazu hat das Unternehmen seine AI Care Principles veröffentlicht, die ethische Nutzung, Datenschutz, Transparenz und kontinuierliche Verbesserung betonen. Diese Grundsätze sollen sicherstellen, dass KI nicht nur effizient, sondern auch sicher und vertrauenswürdig eingesetzt wird. Hinge Health, mit Sitz in San Francisco, konzentriert sich auf die Skalierung und Automatisierung der Versorgung bei muskuloskelettalen Erkrankungen. Durch Kombination aus KI, tragbaren Geräten und Zugang zu Fachkräften wie Physiotherapeuten, Ärzten und Gesundheitscoaches bietet das Unternehmen personalisierte, evidenzbasierte Programme, die Schmerzlinderung fördern, die Lebensqualität steigern und gleichzeitig Kosten für Unternehmen senken sollen. Branchenexperten begrüßen die Entwicklung als Meilenstein für die digitale Gesundheitsversorgung. „Movement Analysis könnte einen Paradigmenwechsel in der Outcome-Messung bringen“, sagt Dr. Lena Müller, Orthopädin und Digitalhealth-Experte. „Die Kombination aus objektiven Bewegungsdaten und subjektiven Angaben ist bisher einzigartig.“ Auch Robin werde die Versorgungsqualität verbessern, besonders in ländlichen oder unterversorgten Regionen. Hinge Health gilt als führender Player im Bereich digitaler MSK-Versorgung und hat bereits Hunderttausende Mitglieder weltweit erreicht. Die weitere Integration von KI bleibt jedoch mit Herausforderungen verbunden – etwa bei Datensicherheit, Bias in Algorithmen und regulatorischer Akzeptanz. Dennoch zeigt die Ankündigung, dass KI in der Gesundheitsversorgung zunehmend nicht mehr nur unterstützend, sondern zentral wird.
