Ubicept erweitert Perception-Technologie für zuverlässige Autonomie mit herkömmlichen Kameras
Ubicept, ein in Boston ansässiger Computer-Vision-Startup, hat den Ubicept Toolkit vorgestellt, der physikbasierte Bildverarbeitung für moderne Visionssysteme verfügbar macht – sowohl für fortschrittliche Sensoren wie SPAD (Single-Photon Avalanche Diode) als auch für herkömmliche CMOS-Kameras. Das Unternehmen, das sich an den Grenzen der Physik bewegt, zielt darauf ab, die volle Leistungsfähigkeit heutiger und zukünftiger Bildsensoren auszuschöpfen. Mit einem Fokus auf Bewegungsdarstellung unter schwierigen Bedingungen wie Dunkelheit oder hohem Dynamikbereich bietet die Technologie zuverlässigere und qualitativ hochwertigere Daten als herkömmliche KI-basierte Videoverbesserung. Sebastian Bauer, CEO von Ubicept, betont, dass die Technologie die Art und Weise verändert, wie Maschinen die Welt wahrnehmen. „Unser physikbasiertes Ansatz erfasst die volle Komplexität der Bewegung – selbst in Low-Light- oder High-Dynamic-Range-Szenarien – und liefert vertrauenswürdigere Daten“, so Bauer. Der Toolkit soll nun eine breite Palette von Anwendungen in Robotik, Automotive und industrieller Sensorik ermöglichen. Besonders wichtig ist dabei, dass die Technologie nicht nur für Spezialhardware, sondern auch für allgemein verfügbare CMOS-Kameras mit Rohdatenausgabe geeignet ist, was sofortige Qualitätsverbesserungen für Entwickler ermöglicht. Tristan Swedish, CTO von Ubicept, unterstreicht das Ziel: „Autonome Systeme brauchen eine bessere Möglichkeit, die Welt zu verstehen. Unsere Mission ist es, rohe Photonendaten in Ausgaben zu verwandeln, die speziell für die Computer Vision, nicht für menschliche Wahrnehmung, optimiert sind.“ Durch die Verfügbarkeit der Technologie für konventionelle Sensoren schafft Ubicept einen einfacheren Weg zur Einführung von SPAD-Sensoren. SPAD-Sensoren, traditionell in 3D-Systemen eingesetzt, erleben ein starkes Wachstum. Während der CMOS-Sensormarkt bis 2029 auf 30 Milliarden US-Dollar anwachsen und jährlich um 7,5 % wachsen soll, wird der SPAD-Markt mit einem Wachstum von 20,1 % jährlich auf 2,55 Milliarden US-Dollar im Jahr 2029 vorausgesagt – also fast dreimal so schnell. Pi Imaging Technology, ein führender Anbieter, präsentiert mit dem SPAD Alpha eine 1-Megapixel-Kamera, die null Leserausgang, Nanosekunden-Expositionssteuerung und bis zu 73.000 Frames pro Sekunde ermöglicht. Die Kombination mit dem Ubicept Toolkit verwandelt die rohen Photonendaten in klare, für die Wahrnehmung und Analyse bereitgestellte Bilder. Der Toolkit enthält den Ubicept Photon Fusion (UPF)-Algorithmus zur effizienten Visualisierung, Aufnahme und Verarbeitung von Video, sowie die FLARE-Firmware (Flexible Light Acquisition and Representation Engine) für optimierte Lichterfassung. Zudem wird frühzeitigen Nutzern ein exklusiver, white-glove-Service angeboten. Der Ubicept Toolkit wird im Dezember 2025 verfügbar sein. Weitere Informationen und Kontaktdaten sind auf der Unternehmenswebseite ubicept.com zu finden. Ubicept, gegründet von Experten aus MIT und der University of Wisconsin-Madison, arbeitet mit führenden Automobilherstellern, AR/VR-Unternehmen und Kameraherstellern zusammen, um die Grenzen der Computer Vision zu erweitern.
