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Artera präsentiert AI-Modell für personalisierte Brustkrebsbehandlung auf SABCS 2025

Artera hat auf dem San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) 2025 drei neuartige Studien vorgestellt, die die prognostische und prädiktive Leistungsfähigkeit ihres multimodalen künstlichen Intelligenzmodells (MMAI) bei Brustkrebs belegen. Die Forschung basiert auf Daten aus vier unabhängigen Phase-III-Studien in Deutschland, Österreich und Nordamerika und umfasst über 7.000 Patientinnen mit hormonrezeptorpositivem (HR+) frühen Brustkrebs. Besonders hervorgehoben wird die Fähigkeit des MMAI-Modells, postmenopausale Frauen mit lymphknotenfreiem Tumor präzise zu stratifizieren – ein Bereich, in dem traditionelle Ansätze oft zu unnötiger Chemotherapie führen, ohne signifikanten Nutzen. Die Ergebnisse zeigen, dass 68 % der Patientinnen als niedriges Risiko klassifiziert wurden und eine 10-Jahres-Überlebensrate ohne Fernmetastasen von rund 95 % erreichten. In der ABCSG-8-Studie wurden drei Risikogruppen identifiziert: mit 10-Jahres-DM-freier Überlebensrate von 95 % (niedrig), 89 % (mittel) und 77 % (hoch). Die Analyse der NSABP-B-20-Studie bestätigte zudem, dass bei Frauen ab 50 Jahren mit niedrigem MMAI-Risiko Chemotherapie keinen zusätzlichen Nutzen brachte, während hochriskante Patientinnen eine relative Reduktion der Fernmetastasen um 52 % erzielten. Damit demonstriert das Modell erstmals in einer multilokalen Studie, wie künstliche Intelligenz die individuelle Behandlungsentscheidung präzisieren kann – insbesondere die Notwendigkeit von Chemotherapie vermeidet, ohne zusätzliche Kosten oder Verzögerungen. Die Technologie nutzt digitale Histopathologie-Bilder und klinische Daten, um die Aggressivität des Tumors und die Therapieantwort vorherzusagen. Im Gegensatz zu teuren genomischen Tests ist die MMAI-basierte Analyse nicht gewebeschädigend, schnell und skalierbar. Prof. Nadia Harbeck betont, dass die Ergebnisse auf einer vielfältigen Patientenpopulation basieren und somit eine hohe klinische Glaubwürdigkeit besitzen. Artera-Chef Andre Esteva sieht darin einen Meilenstein für die Präzisionsmedizin: Die Technologie ermöglicht personalisierte, zugängliche und effiziente Versorgung, ohne die klinische Routine zu belasten. Artera präsentiert die Ergebnisse in SABCS 2025 in den Sitzungen Poster Spotlight 11, Poster Session 3 und Rapid Fire 3, zudem im Messestand #1525. Die ArteraAI Breast Test-Version ist bereits in Großbritannien (UKCA) zugelassen, weitere Produkte wie der Prostata-Test (FDA, UKCA) und der Biopsie-Assay (UKCA) erweitern das Portfolio. Mit Sitz in Los Altos, Kalifornien, und einer CLIA-zertifizierten Laboreinrichtung in Jacksonville, Florida, positioniert sich Artera als globaler Pionier in der künstlichen Intelligenz im Krebsmanagement. In der Branche wird die Studie als bahnbrechend angesehen. Experten betonen, dass die Validierung in mehreren Ländern und klinischen Studien die Alltagstauglichkeit des Modells unterstreicht. Die Fähigkeit, Chemotherapie für 68 % der postmenopausalen HR+-Patientinnen zu vermeiden, ohne die Sicherheit zu gefährden, könnte die Behandlungsstandards neu definieren. Gleichzeitig wird die Notwendigkeit betont, klinische Anerkennung und Versorgungssysteme an die neuen Technologien anzupassen, um den vollen Nutzen zu realisieren. Artera ist damit auf einem Weg, künstliche Intelligenz in die Routine der onkologischen Versorgung zu integrieren.

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