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Cybersecurity-Aktien fallen wegen AI-Bedrohung durch neue Tools

Cybersecurity-Aktien fielen am Montag zum zweiten Tag in Folge, da Anleger Bedenken hinsichtlich neuer Künstlicher-Intelligenz-Tools hegen, die die etablierten Geschäftsmodelle der Branche gefährden könnten. Am Freitag stellte das KI-Unternehmen Anthropic eine neue Sicherheitsfunktion für seinen Claude-Modell in einer begrenzten Forschungsversion vor, die Softwarecode auf Schwachstellen prüfen und Lösungsvorschläge liefern kann. Anthropic plant am Dienstag eine Unternehmenspräsentation mit weiteren Produktankündigungen. Die Marktkapitalisierung der führenden Cybersecurity-Unternehmen sank deutlich: CrowdStrike und Zscaler verloren jeweils rund 9 %, Netskope fiel um fast 10 %, SailPoint sank um 6 %, während Okta, SentinelOne und Fortinet mehr als 4 % verloren. Palo Alto Networks gab 2 % nach, und Cloudflare, das zuletzt von der Popularität von Moltbot profitiert hatte, verlor 7 %. Der iShares Cybersecurity & Tech ETF sank um fast 4 %, während der Global X Cybersecurity ETF sein niedrigstes Niveau seit November 2023 erreichte. CrowdStrike-Chef George Kurtz reagierte auf die Kritik in einem LinkedIn-Beitrag über das Wochenende und betonte die Widerstandsfähigkeit seines Unternehmens. „Künstliche Intelligenz ist inspirierend“, schrieb er, „aber bleiben wir realistisch: Eine KI-Fähigkeit, die Code scannt, ersetzt nicht die Falcon-Plattform – oder Ihr Sicherheitsprogramm. Sicherheit erfordert eine unabhängige, bewährte Plattform, die Brüche verhindert.“ Auch Palo Alto Networks-Chef Nikesh Arora hatte in der jüngsten Gewinnmitteilung betont, dass er verwundert sei, warum der Markt KI als Bedrohung sieht. Kunden wollten vielmehr mehr KI, um ihre Sicherheitsinfrastruktur zu skalieren. In den vergangenen Monaten hatten neue KI-Tools, die Websites und Anwendungen per Textprompt erstellen können, erhebliche Turbulenzen in der Softwarebranche ausgelöst. Seit Jahresbeginn verlor Salesforce etwa ein Drittel seines Marktwerts, ServiceNow fiel um über 34 %, Microsoft verlor rund ein Fünftel. Dennoch sehen einige Analysten die Bedrohung durch KI übertrieben. Bank of America argumentierte, dass das Anthropic-Tool vor allem Code-Scanning-Plattformen wie GitLab und JFrog gefährdet – diese waren am Freitag um 8 % bzw. 25 % gefallen. „KI könnte die Effizienz in bestimmten Workflows verbessern, insbesondere beim Code-Scanning, aber verfügt derzeit nicht über die notwendige Sichtbarkeit, Kontrolle oder Zuverlässigkeit, um end-to-end-Sicherheitsplattformen zu ersetzen“, heißt es in der Analyse. In der Branche bleibt die Debatte um die Rolle von KI in der Cybersecurity weiterhin heftig. Während einige Unternehmen die Bedrohung als überbewertet betrachten, zeigt die Marktbewegung, dass Anleger zunehmend auf die langfristige Wettbewerbsfähigkeit traditioneller Sicherheitsanbieter achten. Die Entwicklung könnte die Branche in den kommenden Monaten neu strukturieren – insbesondere wenn KI-Tools weiter an Leistungsfähigkeit gewinnen.

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