HyperAIHyperAI

Command Palette

Search for a command to run...

NewCore sichert 66 Millionen für KI-Agenten-Identitäten

Die Cybersecurity-Startup NewCore ist kürzlich aus der Startphase ausgeschlüpft und hat eine Beteiligungsrunde in Höhe von 66 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Die Finanzierung wurde von Cyberstarts angeführt, wobei Index Ventures und Evolution Equity Partners ebenfalls investierten. Damit bewertet sich das Unternehmen nach der Transaktion auf 300 Millionen US-Dollar. NewCore hat sich zum Ziel gesetzt, das wachsende Problem der Authentifizierung, Governance und Kontrolle von KI-Agenten zu lösen, die zunehmend als digitale Mitarbeiter in Unternehmen eingesetzt werden. Das Unternehmen wurde von Zohar Alon als Chief Executive Officer, Amihai Neiderman als CTO und Erez Yarkoni als Chief Commercial Officer gegründet. Alon, der zuvor das Cloud-Security-Unternehmen Dome9 vor dessen Übernahme durch Check Point gegründet hatte, sieht bestehende Identitätssysteme als kritische Schwachstelle in der Unternehmenssicherheit. Seine Co-Gründer verfügen über Erfahrungen in der militärischen Cyberabwehr und im Gesundheitswesen sowie hohe Positionen in Telekommunikationsunternehmen. NewCore beschäftigt mehr als 50 Fachkräfte an Standorten in den Vereinigten Staaten und Israel. Die Plattform von NewCore behandelt KI-Agenten als gleichberechtigte digitale Identitäten, die über eigene Berechtigungen, Lebenszyklus-Steuerungen und Revokationsmechanismen verfügen, anstatt sie als herkömmliche Service-Accounts zu behandeln. Technisch basiert das System auf einer Split-Key-Architektur, bei der kritische Identitätsdaten zwischen dem Kunden und der Plattform aufgeteilt werden, um einzelne Angriffspunkte zu eliminieren. Zudem bietet das Unternehmen Integrationspakete für Coding-Assistants wie Claude Code, Codex und Cursor, die KI-Tools den Zugriff auf Unternehmenssysteme als verwaltete Identitäten ermöglichen. Eine mobile Anwendung erlaubt Mitarbeitern zudem die Überprüfung und Entziehung von Zugriffen, um eine menschliche Aufsichtsebene zu gewährleisten. Der Markt für Unternehmens-Identitätsmanagement wird traditionell von Anbietern wie Okta und Microsofts Entra dominiert, deren Lösungen ursprünglich für menschliche Belegschaften konzipiert wurden. Alon kritisiert, dass Nachrüstungen für KI-Agenten bei etablierten Providern oft nachrangig integriert seien. Mit NewCore soll eine von Grund auf für die Mischung aus menschlichen, maschinellen und KI-gestützten Arbeitskräften entwickelte Architektur geboten werden. Die Relevanz dieses Ansatzes wird durch aktuelle Unternehmensdaten untermauert: Während Goldman Sachs bereits KI-Entwicklungstools als neue Mitarbeiter einsetzt, arbeiten laut McKinsey bereits 25.000 KI-Agenten innerhalb von McKinsey. Branchenführer prognostizieren, dass KI-Agenten in technologieorientierten Organisationen binnen weniger Jahre die Anzahl menschlicher Beschäftigter übertreffen könnten. Derzeit nutzt weniger als ein Dutzend Kunden sowie mehr als zehn Design-Partner die Plattform. NewCore plant, die kommerzielle Abrechnung im Sommer zu starten. Alon warnt, dass Identitätssysteme zu den ersten Unternehmensinfrastrukturen gehören, die unter dem Druck der massenhaften KI-Deployments leiden werden. Die rechtzeitige Implementierung geeigneter Sicherheits- und Governance-Maßnahmen halte die Unternehmen von kritischen Lücken ab, bevor KI-Agenten zu einem festen Bestandteil der digitalen Belegschaft werden.

Verwandte Links