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Meta startet eigenes AI-Infrastrukturprojekt unter Zuckers Führung

Meta hat kürzlich mit der Einführung von „Meta Compute“ ein neues, umfassendes Projekt vorgestellt, das die strategische Ausweitung der künstlichen Intelligenz-Infrastruktur des Unternehmens markiert. Schon im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen seine Pläne für erhebliche Kapitalausgaben (Capex) für die Entwicklung von AI-Infrastruktur bekannt gegeben. Susan Li, CFO von Meta, hatte damals betont, dass die Schaffung führender AI-Infrastruktur ein zentraler Wettbewerbsvorteil für die Entwicklung hochwertiger KI-Modelle und Produktangebote sei. Nun folgt konkrete Umsetzung: CEO Mark Zuckerberg kündigte an, dass Meta in diesem Jahrzehnt Zehntel von Gigawatt an Energiekapazität aufbauen will – und langfristig sogar Hunderte von Gigawatt. Ein Gigawatt entspricht einer Milliarde Watt und ist ein Maß für elektrische Leistung. Die Energieintensität künstlicher Intelligenz könnte in den kommenden Jahren die Stromnachfrage in den USA erheblich steigern – laut einer Schätzung von 5 GW auf bis zu 50 GW. Zuckerberg betonte, dass die Art und Weise, wie Meta die Infrastruktur entwirft, investiert und mit Partnern kooperiert, zu einem strategischen Vorteil werden werde. Drei Schlüsselpersonen sollen die neue Initiative leiten: Santosh Janardhan, seit 2009 bei Meta und bisher verantwortlich für globale Infrastruktur, wird die technische Architektur, den Software-Stack, das Silizium-Programm, die Produktivität für Entwickler sowie den Aufbau und Betrieb der weltweiten Rechenzentrumsflotte und Netze leiten. Janardhan bringt damit tiefgreifendes Fachwissen und langjährige Erfahrung in der Infrastruktur-Entwicklung mit. Zusätzlich wird Daniel Gross, der erst kürzlich zu Meta wechselte, eine zentrale Rolle übernehmen. Er ist Mitbegründer von Safe Superintelligence und ehemaliger Wissenschaftler bei OpenAI, wo er mit Ilya Sutskever zusammenarbeitete. In seiner neuen Funktion wird Gross eine neue Gruppe leiten, die sich mit der langfristigen Kapazitätsstrategie, Lieferantenbeziehungen, Branchenanalysen, Planung und Geschäftsmodellierung beschäftigt. Sein Hintergrund in der KI-Forschung und -Entwicklung soll Meta helfen, strategisch auf langfristige Herausforderungen vorbereitet zu sein. Dina Powell McCormick, die kürzlich als Präsidentin und stellvertretende Vorsitzende zu Meta stieß, wird sich mit Regierungen weltweit auseinandersetzen. Sie soll bei der Planung, dem Bau, der Finanzierung und der Investition in die Infrastruktur mitregieren. Ihre Erfahrung in der Politik und im öffentlichen Sektor ist entscheidend, um regulatorische Hürden zu überwinden und staatliche Unterstützung zu sichern. Die Initiative spiegelt die wachsende Bedeutung von KI-Infrastruktur wider. Auch Konkurrenten wie Microsoft und Alphabet (Google) setzen auf massive Investitionen. Microsoft kooperiert mit mehreren Anbietern von KI-Infrastruktur, während Alphabet im Dezember den Erwerb des Data-Center-Unternehmens Intersect angekündigt hat. Meta will mit „Meta Compute“ nicht nur die eigene KI-Entwicklung voranbringen, sondern auch die Grundlage für eine neue Generation von KI-Produkten und -Dienstleistungen schaffen. Die technologische und infrastrukturelle Herausforderung ist immens – und die Konkurrenz im globalen Rennen um KI-Infrastruktur ist heftig.

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