First American: Starke Gewinnsteigerung im dritten Quartal 2025 trotz schwacher Immobilienmarktlage
First American Financial Corporation hat für das dritte Quartal 2025 erstmals seit mehreren Jahren eine deutliche Erholung der Gewinnentwicklung verzeichnet. Mit einem Umsatz von 1,98 Milliarden US-Dollar lag dieser 41 Prozent über dem Vorjahreswert (1,41 Milliarden US-Dollar). Das Nettoergebnis betrug 189,6 Millionen US-Dollar, also ein Gewinn nach einem Verlust von 104 Millionen US-Dollar im dritten Quartal 2024. Die erzielte Gewinnmarge vor Steuern lag bei 12,9 Prozent im Titelversicherungsgeschäft – ein signifikanter Sprung von einem Verlust von 10,1 Prozent im Vorjahr. Dieser Erfolg wurde vor allem durch das starke Wachstum im kommerziellen Segment, eine deutliche Steigerung der Erträge aus Investitionen und eine effiziente Kostensteuerung ermöglicht. Die Investitionserträge stiegen um 17 Millionen US-Dollar auf 153 Millionen US-Dollar, während die Nettoerträge aus Wertpapiergeschäften von einem Verlust von 312 Millionen US-Dollar im Vorjahr auf einen Gewinn von 26 Millionen US-Dollar umschlugen – hauptsächlich aufgrund einer erfolgreichen Neuausrichtung des Portfolios. Die Zahl der offenen Titelversicherungsordern stieg auf 191.300 (Vorjahr: 166.100), die abgeschlossenen Aufträge erreichten 141.800 (Vorjahr: 121.600), wobei der durchschnittliche Umsatz pro Auftrag leicht sank, da der Anteil von Refinanzierungen und Default-Transaktionen zunahm. Im Heimgarantiegeschäft verzeichnete First American eine starke Verbesserung: Der Gewinn vor Steuern stieg um 80 Prozent auf 16,2 Millionen US-Dollar, die Gewinnmarge stieg auf 14,1 Prozent (Vorjahr: 8,1 Prozent), hauptsächlich aufgrund geringerer Schadensfälle durch günstige Wetterbedingungen. CEO Mark Seaton betonte die strategische Ausrichtung auf Digitalisierung und Künstliche Intelligenz als Schlüssel für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit. Die Investitionen in Dateninfrastruktur, Plattformmodernisierung und AI-Anwendungen sollen Produktivität steigern, Risiken senken und neue Einnahmequellen erschließen. Auch die finanzielle Stabilität bleibt hoch: Das Eigenkapital betrug 5,3 Milliarden US-Dollar, die Liquidität liegt mit 2,9 Milliarden US-Dollar in Bargeld und kurzfristigen Anlagen solide. Die Anleger reagierten positiv, da die Ergebnisse die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens gegenüber einem schwierigen Immobilienmarkt unter Beweis stellen. Analysten sehen in der Umsatzsteigerung und der Gewinnmarge ein klares Zeichen für eine Stabilisierung des Marktes und eine sichere Basis für zukünftiges Wachstum. First American bleibt mit über 135 Jahren Markterfahrung und einem führenden Datennetzwerk weiterhin ein dominierender Akteur in der Immobilienbranche.
