Sora-App erhält Tier-Cameos, Social-Features und Android-Version
OpenAI kündigt eine Reihe bedeutender Updates für seine viralen KI-Video-App Sora an, die Anfang September in den USA und Kanada mit einem überraschend starken Start auf dem App Store landete und dort bislang an der Spitze bleibt. Laut Bill Peebles, Leiter von Sora, werden in den kommenden Tagen neue Erstellungstools eingeführt, darunter die Möglichkeit, Haustiere und andere Gegenstände – wie ein Lieblingsspielzeug – als sogenannte „Cameos“ in KI-Form zu generieren. Ein „Cameo“ ist ein KI-Charakter, den Nutzer erstellen können, indem sie ein Referenzvideo bereitstellen. Diese digitalen Avatare können anschließend von Freunden oder anderen Nutzern in eigenen Videos verwendet werden, um kreative und persönliche Inhalte zu erstellen. Um die Entdeckbarkeit dieser Cameos zu verbessern, wird die Benutzeroberfläche um eine Echtzeit-Anzeige der aktuell beliebtesten und trendigen KI-Charaktere erweitert. Neben diesem Feature kommt auch eine grundlegende Video-Editierfunktion, zunächst mit der Möglichkeit, mehrere Clips zu verknüpfen. Weitere Bearbeitungswerkzeuge sollen in Zukunft folgen. Parallel wird die soziale Funktionalität der App ausgebaut: Es sollen spezialisierte Kanäle für Universitäten, Unternehmen oder Sportvereine eingeführt werden, um gemeinsame KI-Inhalte zu erstellen und zu teilen. Zudem arbeitet OpenAI daran, die bisher als zu streng empfundene Moderation von generierten Inhalten zu entschärfen, die einige Nutzer kritisiert hatten. Gleichzeitig wird die App-Performance insgesamt optimiert. Obwohl Sora bereits auf dem Google Play Store für Vormerkungen verfügbar ist, gibt OpenAI noch kein genaues Veröffentlichungsdatum für die Android-Version bekannt. Peebles kündigt lediglich an, dass sie „bald“ kommen wird. Daten von Appfigures schätzen, dass Sora innerhalb von weniger als einem Monat bereits rund zwei Millionen Downloads erreicht hat – ein bemerkenswerter Erfolg, besonders angesichts des bisher exklusiven Zugangs in nur zwei Ländern und des Invite-only-Modells. Die starke Nachfrage unterstreicht das wachsende Interesse an KI-generierten, personalisierten Videoinhalten. In der Branche wird die Entwicklung als signifikantes Zeichen für die Verbreitung von KI-Content-Tools gesehen. Experten betonen, dass die Kombination aus persönlichen Cameos, sozialen Funktionen und einfach zugänglichen Editierwerkzeugen das Potenzial hat, Sora zu einem zentralen Player im Bereich der KI-Video-Sozialmedien zu machen. OpenAI, das mit ChatGPT und DALL·E bereits etablierte KI-Produkte hat, positioniert Sora nun als kreatives Zentrum für visuelle Selbstausdrucksformen. Die Ankündigung der Android-Plattform könnte den Zugang massiv erweitern und die globale Reichweite entscheidend steigern.
