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Benchmark investiert 225 Millionen in Cerebras für AI-Chips und IPO-Vorbereitung

Der AI-Chip-Hersteller Cerebras Systems hat eine neue Finanzierungsrunde von einer Milliarde US-Dollar abgeschlossen, die das Unternehmen auf einen Wert von 23 Milliarden Dollar bringt – ein nahezu dreifacher Anstieg gegenüber der Bewertung von 8,1 Milliarden Dollar vor sechs Monaten. Die Runde wurde hauptsächlich von Tiger Global angeführt, doch ein bedeutender Teil der Mittel stammt von Benchmark Capital, einem der frühen Investoren. Laut einer vertraulichen Quelle beteiligte sich Benchmark mit mindestens 225 Millionen Dollar, wobei das Silicon-Valley-Unternehmen zwei spezielle Fonds – beide unter dem Namen „Benchmark Infrastructure“ – eingerichtet hatte, um das Investment zu ermöglichen. Diese Fonds bleiben unter der von Benchmark vorgegebenen Grenze von 450 Millionen Dollar, weshalb zwei separate Fahrzeuge erforderlich waren. Cerebras unterscheidet sich von Konkurrenten durch die außergewöhnliche Größe seiner Prozessoren. Der Wafer Scale Engine (WSE), der Hauptchip, der 2024 vorgestellt wurde, misst etwa 21,6 Zentimeter pro Seite und enthält 4 Billionen Transistoren auf einem einzigen Siliziumwafer – nahezu die gesamte Fläche eines 300-Millimeter-Wafers. Im Gegensatz zu herkömmlichen Chips, die aus kleinen Fragmenten aus den Wafers geschnitten werden, nutzt Cerebras fast den gesamten Wafer. Diese Architektur ermöglicht 900.000 spezialisierte Kerne, die gleichzeitig arbeiten und Daten nicht zwischen mehreren Chips hin- und herschieben müssen – ein gravierender Engpass bei herkömmlichen GPU-Clustern. Das Unternehmen behauptet, dass seine Systeme künstliche Intelligenz-Infrastruktur-Aufgaben mehr als 20-mal schneller als Konkurrenzsysteme verarbeiten können. Die Finanzierung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Cerebras in der Rivalität um AI-Infrastruktur an Boden gewinnt. Im vergangenen Monat unterzeichnete das Unternehmen eine mehrjährige Vereinbarung mit OpenAI im Wert von über 10 Milliarden Dollar, die bis 2028 läuft und 750 Megawatt Rechenleistung bereitstellt. Ziel ist es, die Antwortzeiten komplexer KI-Abfragen zu beschleunigen. OpenAI-Chef Sam Altman ist ebenfalls Investor bei Cerebras. Ein Hindernis für den Börsengang war die enge Verbindung zu G42, einem aus den Vereinigten Arabischen Emiraten stammenden KI-Unternehmen, das 87 Prozent des Umsatzes des Unternehmens im ersten Halbjahr 2024 ausmachte. Da G42 historische Verbindungen zu chinesischen Technologieunternehmen aufwies, führte dies zu einer nationalen Sicherheitsprüfung durch das Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS), die den ursprünglichen IPO-Antrag verzögerte und sogar zur Rücknahme einer früheren Einreichung im Januar 2025 führte. Durch die Entfernung von G42 aus der Investorenliste im letzten Jahr wurde der Weg für einen neuen Börsengang frei. Laut Reuters plant Cerebras nun eine Börsennotierung im zweiten Quartal 2026. In der Branche wird die Entwicklung als bedeutender Schritt zur Diversifizierung der KI-Hardware-Ökonomie gesehen. Analysten betonen, dass Cerebras’ Fokus auf integrierte, wafergroße Chips eine echte Alternative zu Nvidia darstellt, insbesondere für datenintensive Anwendungen. Benchmark Capital gilt als einer der zukunftsweisenden Investoren in High-Tech, und sein Engagement in Cerebras unterstreicht das Vertrauen in die Technologie. Die Fähigkeit, mit einem einzigen Chip die Leistung von Hunderten von GPUs zu erreichen, könnte die Zukunft der KI-Infrastruktur neu definieren – vorausgesetzt, die regulatorischen Hürden bleiben überwunden.

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