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OpenAI plant ChatGPT-Bankzugriff

OpenAI plant eine neue Funktion für ChatGPT, die dem Sprachmodell den direkten Zugriff auf Bankkonten von Nutzern ermöglicht. In einer heute vorgestellten Vorschau können Nutzer über die Plattform Plaid sicher mit tausenden Finanzinstituten verbunden werden, darunter Schwab, Fidelity und Chase. Ziel ist es, KI-gestützte Finanzberatung zu ermöglichen, die auf persönlichen Zielen und dem Lebensstil des Nutzers basiert. Laut OpenAI stellen derzeit mehr als 200 Millionen Menschen monatlich Finanzanfragen an ChatGPT, etwa zu Budgetierung oder Spartipps. Durch die neue Verknüpfung erhält der Nutzer ein umfassendes Dashboard mit Verlauf seiner Ausgaben und aktivierten Abos. Das System soll zudem bei Entscheidungen wie dem Hauskauf oder der Beantragung einer Kreditkarte unterstützen und ungewöhnliche Änderungen im Ausgabenverhalten sofort melden. Die Einführung dieser Funktion wird zunächst auf Nutzer der amerikanischen ChatGPT-Pro-Version mit einem monatlichen Preis von 200 US-Dollar beschränkt. Der Anbieter plant, aus dem frühen Nutzungsverhalten zu lernen und die Funktion vor dem allgemeinen Rollout zu verbessern, bevor sie auch für Abonnenten der günstigeren Plus-Stufe verfügbar gemacht wird. Diese Entwicklung folgt auf die Vorstellung von ChatGPT Health im Januar, ebenfalls ein Bereich, der ein hohes Maß an Vertrauen in den Datenschutz erfordert, um private Gesundheitsfragen zu beantworten. Um Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit auszuräumen, verspricht OpenAI eine strikte Kontrolle durch den Nutzer. So können Bankverbindungen jederzeit getrennt und gespeicherte Finanzgedächtnisse wie finanzielle Ziele gelöscht werden. Die Löschung der Daten aus den Systemen des Unternehmens kann jedoch bis zu 30 Tage in Anspruch nehmen. Nutzer haben zudem die Wahl, ob ihre Konversationsdaten zur Verbesserung der KI-Modelle für alle verwendet werden. Trotz dieser Maßnahmen bleibt die Datensicherheit ein sensibles Thema. Während ChatGPT keine direkten Änderungen an Bankkonten vornehmen oder vollständige Kontonummern sehen kann, hat das System Zugang zu Kontoständen, Transaktionsverläufen, Aktienportfolios und Verbindlichkeiten wie Hypotheken oder Krediten. Kritisch bleibt die Frage, wie OpenAI mit den gesammelten Finanzinformationen umgehen wird, abgesehen vom Training der Modelle. Der Konzern hat nicht spezifiziert, welche weiteren Maßnahmen zum Schutz vor externen Hackerangriffen getroffen werden oder wie die Daten nach dem Training verwaltet werden. Da OpenAI als Unternehmen profitgenerierend agieren muss, werfen Experten die Frage auf, ob ausreichende Barrieren gegen Missbrauch der sensiblen Daten vorhanden sind. Die neue Funktion stellt somit eine erhebliche Prüfung des Vertrauens der Nutzer in die Sicherheit künstlicher Intelligenz dar.

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