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Generative KI
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Sierras Bret Taylor: Ära des Klickens endet

Bret Taylor, Mitbegründer und Geschäftsführer des Startups Sierra, kündigt eine grundlegende Transformation der Software-Nutzung an. Taylor ist überzeugt, dass die Ära des manuellen Klickens in Benutzeroberflächen bald ein Ende haben wird und durch natürliche Sprachbefehle ersetzt wird. Sierra entwickelt KI-Agenten, die darauf spezialisiert sind, Kundenservice-Lösungen für Unternehmen bereitzustellen. Im letzten Monat stellte das Unternehmen Ghostwriter vor, ein neues Tool, das als Agent-as-a-Service dient. Mit dieser Plattform sollen traditionelle Webanwendungen durch Sprachsteuerung abgelöst werden. Anstatt komplexe Menüs zu navigieren, beschreibt der Nutzer lediglich sein Anliegen. Ghostwriter erstellt daraufhin autonom einen spezialisierten Agenten, der den gewünschten Prozess ausführt. Taylor begründet diesen Ansatz mit der Tatsache, dass viele in Unternehmen genutzte Tools nur selten eingesetzt werden. Er erklärte auf der HumanX-Konferenz in San Francisco, dass Mitarbeiter derzeit nur bei spezifischen Anlässen wie der Neueinstellung oder der Krankenversicherung in Systeme wie Workday einloggen. Stattdessen von komplexen Schnittstellen lernen zu müssen, werde in Zukunft durch direkte sprachbasierte Aufgabenbewältigung ersetzt. Sierra nutzt Ghostwriter bereits, um Agenten in Rekordgeschwindigkeit zu implementieren. Als Beispiel führte Taylor an, dass das Unternehmen in nur vier Wochen einen Agenten für den Einzelhändler Nordstrom bereitgestellt hat. Das Unternehmen verzeichnet bereits einen starken Erfolg: Im vergangenen Herbst gab Sierra bekannt, dass es innerhalb von weniger als 21 Monaten nach seiner Gründung ein jährliches Umsatzwachstum (ARR) von 100 Millionen US-Dollar erreicht hat. Zuletzt wurde das Startup im September mit einer Finanzierungsrunde über 350 Millionen US-Dollar, angeführt von Greenoaks Capital, auf eine Bewertung von 10 Milliarden US-Dollar geschätzt. Taylor argumentiert, dass die meisten Unternehmen nicht primär daran interessiert sind, eigene Software zu entwickeln, sondern konkrete Lösungen für ihre Probleme benötigen. Dennoch warnen mehrere Technologieexperten und Investoren davor, die aktuelle Autonomie von KI-Agenten zu überschätzen. Obwohl eine fundamentale Veränderung der Softwarelandschaft bevorsteht, ist der praktische Einsatz von KI-Agenten noch nicht vollständig autonom. Unternehmen, die KI-Agenten anbieten, darunter Sierra und die Rechts-KI-Startup Harvey, setzen oft sogenannte vor-Ort-Eingliederungsingenieure ein. Diese müssen die Agenten der Kunden ständig aktualisieren und feinjustieren, um sicherzustellen, dass die Systeme zuverlässig funktionieren. Dies zeigt, dass trotz der fortschrittlichen Technologie das menschliche Eingreifen derzeit noch notwendig bleibt, um die Zuverlässigkeit der Lösungen zu gewährleisten. Taylor sieht in dieser Entwicklung jedoch den künftigen Standard, bei dem Software unsichtbar wird und Sprache zur primären Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine wird.

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