Super Micro steigt 15% nach Auftrags- und Margenupdate
Die Aktie von Super Micro Computer stieg am Dienstag um 15 Prozent, nachdem der Serverhersteller seine Gewinnmargen für das zweite Quartal deutlich nach oben korrigiert und einen erheblichen Anstieg neuer Aufträge bekannt gab. Laut einer vorläufigen Geschäftsbilanz liegt die Bruttomarge nun bei 15 bis 17 Prozent, was einer deutlichen Überarbeitung der im Mai genannten Spanne von 8,2 bis 8,4 Prozent entspricht. Grund für die Verbesserung ist laut Unternehmensangaben eine günstige Kunden- und Produktmischung. Die Margenrevision geht einher mit einer angepassten Umsatzprognose für das Juni-Quartal. Super Micro rechnet nun mit einem Umsatz am unteren Ende des prognostizierten Bereichs von elf bis 12,5 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten im Schnitt 11,67 Milliarden US-Dollar erwartet. Besonders die Nachfrage nach Servern mit Nvidia-Grafikchips für den Einsatz in künstlicher Intelligenz treibt das Geschäft voran. Dieser Branchentrend zieht auch Mitbewerber an; im außerbörslichen Handel kletterten die Kurse von Dell und Hewlett Packard Enterprise nach der Veröffentlichung um fünf bzw. vier Prozent. Ein weiterer Treiber der positiven Stimmung ist die enge Verflechtung mit dem Raumfahrtkonzern SpaceX. CEO Charles Liang hatte im Juni auf der Plattform X betont, gemeinsam mit SpaceX und dem KI-Unternehmen xAI innerhalb eines Jahres ein neues Gigawatt-KI-Rechenzentrum zu errichten. Musk’ Space Exploration Technologies Corporation hat xAI im Februar in einer reinen Aktienübergabe übernommen und firmiert nun als SpaceXAI. Für das zum 30. Juni endende Geschäftsjahr 2026 meldete Super Micro rekordhohe Auftragsbestände. Im vierten Quartal seien über sechzig Milliarden US-Dollar an neuen Aufträgen verbucht worden, die über die kommenden Quartale hinweg ausgeliefert werden sollen. Die positive Finanzlage und die gestiegene Transparenz in der Auftragslage werden am 11. August bei der offiziellen Quartalsbilanz vertieft beleuchtet. Analysten beobachten das Unternehmen mit erhöhtem Fokus auf die Skalierbarkeit der KI-Infrastruktur, wobei die aktuelle Auftragslage auf eine anhaltend hohe Marktnachfrage hindeutet. Der Kursgewinn von Super Micro spiegelt die wachsende strategische Bedeutung spezialisierter Serverarchitekturen für datenintensive KI-Anwendungen wider.
