KI-gestützte Herzuntersuchung verbessert Risikoeinschätzung signifikant
Cleerly präsentierte auf dem European Society of Cardiology (ESC) Congress 2025 in Madrid bahnbrechende Ergebnisse aus der CONFIRM2-Studie, die die überlegene prognostische Genauigkeit von künstlicher Intelligenz (KI)-basierten quantitativen Koronar-CT-Angiographie (AI-QCT) gegenüber herkömmlichen visuellen Bewertungsmethoden belegt. Die Studie zeigt, dass die Integration von AI-QCT bei der Risikobewertung von Patienten mit koronarer Herzerkrankung (KHK) die Vorhersage von schweren kardiovaskulären Ereignissen (MACE) signifikant verbessert. Im Vergleich zu etablierten Kriterien wie CAD-RADS 2.0, Koronarkalkscore (CAC) und DUKE CAD-Index erzielte die KI-gestützte Analyse eine deutlich höhere Risikodiskriminierung. Die Ergebnisse basieren auf einer symptomatischen Subgruppe von über 8.000 Patienten aus einem internationalen, multizentrischen Beobachtungscohort mit insgesamt 30.000 geplanten Teilnehmern. Mit AI-QCT wurde die Plaquebelastung, Morphologie, Zusammensetzung und Luminalobstruktion im gesamten Koronarsystem quantifiziert, wobei insbesondere der nicht-kalzifizierte Plaquevolumen und der quantitativ gemessene Stenosegrad als prädiktive Parameter genutzt wurden. Der Hauptforscher Ibrahim Danad vom Radboud University Medical Center betonte: „Diese Forschung zeigt, dass wir Patienten, die einem hohen Risiko für MACE ausgesetzt sind, nun mit bisher unerreichter Präzision identifizieren können.“ Sein Kollege Alexander van Rosendael vom Leiden University Medical Center, der die Ergebnisse vorstellte, unterstrich, dass AI-QCT besonders wertvoll ist, um subtile Veränderungen bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Erkrankung zu erkennen – einer Gruppe, die oft übersehen wird, aber einen großen Anteil an zukünftigen kardiovaskulären Ereignissen ausmacht. Die KI-Technologie erkennt Merkmale, die menschliche Beurteilung verpasst, was zu früheren Interventionen und besseren klinischen Ausgängen führen könnte. Neben dem Hauptergebnis präsentierte Cleerly fünf weitere Forschungsabstrakte, die Fortschritte in der Stenosequantifizierung, der diagnostischen Genauigkeit bei unterschiedlichen Patientengruppen und geschlechtsspezifischen Unterschieden in der Plaqueanalyse aufzeigen. Diese Erkenntnisse unterstreichen die Vielseitigkeit und klinische Relevanz der KI-gestützten Analyse. Industrieexperten begrüßen die Ergebnisse als Meilenstein für die Präzisionsmedizin im Bereich der KHK. „Cleerly zeigt, wie KI die kardiovaskuläre Diagnostik revolutionieren kann – nicht nur durch bessere Sensitivität, sondern durch eine ganzheitliche, datengestützte Risikobewertung“, sagt ein unabhängiger Kardiologe. Cleerly, gegründet mit dem Ziel, Herzinfarkte zu eliminieren, verfügt über eine FDA-zugelassene Plattform, die auf Millionen von CT-Bildern aus über 40.000 Patienten basiert. Die Technologie unterstützt Ärzte bei der umfassenden Phänotypisierung von KHK und verbessert die Gesundheitskompetenz aller Beteiligten im Versorgungsweg. Die Ergebnisse der CONFIRM2-Studie stärken das Potenzial von KI, die kardiovaskuläre Versorgung zu transformieren – von der Früherkennung bis zur personalisierten Therapie.
