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vor 6 Tagen
Anthropic
LLM

Claude Desktop: Hyper-V-Bug

Anthropic verzeichnet ein signifikantes Ressourcenproblem in der aktuellen Version von Claude Desktop unter Windows. Seit Mitte Februar 2026 startet die Anwendung bei jedem Öffnen automatisch eine Hyper-V-VM, die rund 1,8 Gigabyte Arbeitsspeicher reserviert. Dies geschieht unabhängig davon, ob der Nutzer die reine Chat-Funktion oder erweiterte Cowork- und Agent-Modi verwenden möchte. Technische Analysen belegen, dass die Software bei jedem Start ein RPC-Ereignis auslöst, welches den Hyper-V Host Compute Service aktiviert. Dieser generiert einen Hintergrundprozess, der im Task-Manager als Vmmem mit einem Speicherbedarf zwischen 1.796 und 1.846 Megabyte erscheint. Der Auslöser ist eine Anhäufung veralteter Sitzungsdaten. Nach einmaliger Nutzung von Cowork-Features verbleiben zahlreiche nicht bereinigte Dateien im lokalen Programmverzeichnis. Selbst nach ihrer Löschung und dem Beenden der entsprechenden Prozesse startet die Anwendung bei der nächsten Öffnung umgehend wieder eine virtuelle Maschine. Die Auswirkungen auf die Systemleistung sind unmittelbar. Auf Geräten mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher springt die Grundlast von durchschnittlich fünfzig auf rund sechundsiebzig Prozent. In Kombination mit anderen laufenden Anwendungen erreicht die Gesamtauslastung regelmäßig siebzig bis fünfundsiebzig Prozent, was zu spürbaren Latenzen und einer beeinträchtigten Systemreaktion führt. Benutzer sind derzeit gezwungen, die virtuellen Prozesse manuell zu terminieren, um die Performance wiederherzustellen. Als Notlösung bleibt ausschließlich das Deaktivieren der Windows-Funktion VirtualMachinePlatform oder das wiederholte Beenden der Compute-Prozesse. Beide Maßnahmen schränken die erweiterten Cowork-Features ein oder sind nicht nachhaltig. Die Entwickler stehen vor der Forderung, die Infrastrukturinitialisierung strikt an die tatsächliche Nutzung zu koppeln. Eine bedarfsgerechte Aktivierung der Container- und VM-Umgebung ausschließlich bei expliziter Freischaltung der Agent-Module sowie eine automatische Bereinigung alter Sitzungsschlüssel gelten als unverzichtbar. Zudem wird eine robuste Fallback-Lösung gefordert, die den Chat-Betrieb auch bei fehlender VM-Infrastruktur gewährleisten soll. Bis zu einem offiziellen Patch bleibt das Problem ein dokumentierter Engpass für Windows-Nutzer mit limitierter Hardwareleistung.

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