Luma stellt AI-Modell Ray3 Modify vor, das präzise Videobearbeitung ermöglicht
Luma hat ein neues KI-Modell namens Ray3 Modify vorgestellt, das es Nutzern ermöglicht, aus nur zwei Bildern – einem Start- und einem Endframe – flüssige Übergangsvideos zu generieren. Das Modell, das von dem a16z-geführten KI-Unternehmen Luma entwickelt wurde, zielt darauf ab, kreative Studios bei der Bearbeitung und Erweiterung von Videoinhalten mit KI zu unterstützen, ohne die ursprüngliche Leistung von Schauspielern zu verlieren. Ray3 Modify behält dabei die Bewegung, Timing, Blickrichtung und emotionale Ausdrucksstärke der Originalaufnahmen bei, während es gleichzeitig die Möglichkeit bietet, die Szene zu verändern – etwa durch Umgebungsumstellungen, Kleidungswechsel oder die Transformation eines Akteurs in eine andere Figur. Dazu können Nutzer eine Referenzfigur bereitstellen, um Gesichtszüge, Kleidung oder Identität über mehrere Aufnahmen hinweg konsistent zu halten. Besonders innovativ ist die Funktion, Start- und Endframe anzugeben, um eine kontinuierliche, konsistente Übergangssequenz zu erzeugen – ideal für die Steuerung von Bewegungen oder Szenenwechseln ohne Neuaufnahme. Luma betont, dass das Modell die Kontrolle über KI-generierte Inhalte verbessert, indem es die Realität der Aufnahme mit der kreativen Freiheit von KI verbindet. „Mit Ray3 Modify können Kreativteams Performances mit der Kamera aufnehmen und diese sofort in beliebige Orte verlegen, Kleidung wechseln oder Szenen mit KI nachdrehen – ohne physische Nachdrehungen“, sagte Co-CEO Amit Jain. Die Funktion ist ab sofort über die Dream Machine-Plattform von Luma nutzbar. Das Release folgt auf bereits bestehende Video-Modifikationsfunktionen, die im Juni 2025 eingeführt wurden. Die Ankündigung erfolgt im Zuge einer massiven Finanzierungsrunde von 900 Millionen US-Dollar, angeführt von Humain, einer AI-Tochter des saudischen Public Investment Fund. Beteiligte Investoren sind auch a16z, Amplify Partners und Matrix Partners. Parallel dazu plant Luma gemeinsam mit Humain einen 2-GW-AI-Cluster in Saudi-Arabien zu errichten, um die Infrastruktur für KI-Entwicklung zu stärken. Industrieexperten sehen in Ray3 Modify einen bedeutenden Schritt hin zu kontrollierbaren, kreativen KI-Tools für die Film- und Werbebranche. „Die Fähigkeit, menschliche Performances zu bewahren, während gleichzeitig die Szene vollständig transformiert wird, löst ein zentrales Problem der generativen KI“, sagt ein Experte für digitale Inhaltsproduktion. Luma positioniert sich damit als ernstzunehmender Konkurrent zu Runway und Kling, wobei die Kombination aus technischer Präzision, Investitionsstärke und strategischer Partnerschaft mit Humain die Marktposition weiter stärkt.
