Ex-GitHub-Chef Dohmke berät Startup bei AI-Code-Sicherheit
Thomas Dohmke, ehemaliger CEO von GitHub, ist in eine neue Rolle im Tech-Sektor eingetreten: Er wurde als strategischer Berater für das Startup Apiiro bestellt. Apiiro entwickelt Tools zur Sicherheitsüberwachung von Anwendungen und Codebasen, wobei der Fokus nun verstärkt auf der Sicherheit von künstlichem Intelligenz-generierten Code liegt. Mit der zunehmenden Nutzung von KI-Tools wie GitHub Copilot oder anderen Codier-Assistenten steigt die Gefahr, dass Sicherheitslücken entstehen – besonders, weil diese Werkzeuge oft nicht über die internen Sicherheitsrichtlinien und Compliance-Anforderungen eines Unternehmens verfügen. Dohmke betont, dass Entwickler heute häufig mehrere KI-Agenten gleichzeitig nutzen, die jedoch nicht immer wissen, welche Sicherheitsstandards eingehalten werden müssen. Apiiro löst dieses Problem, indem es direkt in die Code-Management-Systeme von Unternehmen integriert wird und den Kontext der Unternehmensrichtlinien für die KI-generierten Codeausschnitte bereitstellt. Dadurch kann das System potenzielle Sicherheitsrisiken erkennen und automatisch beheben – ohne dass Entwickler zusätzlichen Aufwand haben. Dies ermöglicht eine nahtlose Einhaltung von Sicherheitsvorgaben, während die Produktivität nicht leidet. Dohmke, der während seiner Zeit bei GitHub – dem 2018 von Microsoft übernommenen Plattform – maßgeblich an der Weiterentwicklung der Entwickler-Community und der Code-Infrastruktur mitgewirkt hat, sieht in Apiiro ein zukunftsweisendes Unternehmen. Er traf den CEO Idan Plotnik bereits vor rund drei Jahren und war von dessen Energie und dem klaren Fokus auf Cybersicherheit beeindruckt. Plotnik hat bereits mehrere Startups gegründet und verkauft und war zuletzt in Führungspositionen bei Microsoft tätig, was die technische und strategische Stärke des Teams unterstreicht. Apiiro hat bereits über 100 Millionen US-Dollar an Investitionen von renommierten Investoren wie General Catalyst, Greylock und Kleiner Perkins gesammelt. Dohmke erhält für seine Beratertätigkeit Anteile am Unternehmen, doch wie er betont, ist sein Interesse vor allem an der technologischen Vision und dem Impact, den Apiiro entfalten kann. Mit dem wachsenden Einsatz von KI in der Softwareentwicklung wird die Bedeutung solcher Sicherheitslösungen voraussichtlich weiter steigen. In der Branche wird Dohmkes Wechsel als signifikantes Signal gesehen: Sein Engagement unterstreicht, dass die Sicherheit von KI-generiertem Code kein nachrangiges Thema ist, sondern zentral für die Zukunft der Softwareentwicklung. Apiiro positioniert sich damit an der Schnittstelle von KI, DevOps und Cybersicherheit – ein Bereich, der in den kommenden Jahren massiv an Bedeutung gewinnen wird.
