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Disney setzt KI ein: Zahlen zu Tech-Mitarbeitern

Disney-Techniker setzen zunehmend auf KI, wobei eine Analyse der Nutzungszahlen detaillierte Einblicke in die interne Arbeitsweise gewährt. In den vergangenen Monaten erhielten einige Mitarbeiter Zugang zu einem „AI Adoption Dashboard", das den Verbrauch von KI-Tools wie Cursor und Claude anhand genutzter Tokens und Anzahl der Anfragen überwacht. Ähnliche Überwachungstools wurden auch bei Tech-Giganten wie Meta und der JPMorgan Chase eingeführt. Laut einem Blick auf das Dashboard, der von Business Insider erhalten wurde, nutzten etwa 4.800 Mitarbeiter aus den Bereichen Disney Entertainment und ESPN die KI-Tools in einem Zeitraum von neun Arbeitstagen Mitte April. Im Vergleich zur weltweiten Belegschaft von rund 231.000 Personen ist dies ein signifikanter Anteil an technischem Personal. Die Einführung des Dashboards fällt in eine Zeit des Führungswechsels, bei dem CEO Josh D'Amaro die langjährige Führung von Bob Iger übernimmt. Unternehmensnahe Quellen betonten, dass Disney nicht beabsichtige, sogenannte „Tokenmaxxing"-Strategien zu fördern, bei denen Softwareingenieure Tokens verschwenden, um ihre Produktivität künstlich hochzuzählen. Dennoch dient die Anzeige für einige Mitarbeiter als eine Art Bestenliste. Es gibt messbare Meilensteine und Auszeichnungen, etwa für Nutzungsserien, bei denen Mitarbeiter an mehreren Tagen in Folge auf die Tools zugreifen. Die Zahlen zeigen extrem unterschiedliche Nutzungsmuster auf. Der aktivste Claude-Nutzer verarbeitete in den neun Tagen über 234,2 Millionen Tokens und stellte etwa 460.600 Anfragen, was einem Durchschnitt von mehr als 51.000 Aufrufen pro Arbeitstag entspricht. Insgesamt verbrauchten die Produkt- und Technikmitarbeiter in diesem Zeitraum 3,1 Milliarden Tokens für Claude und 13,3 Milliarden Tokens für Cursor. Experten stufen die Gesamtnutzung als durchschnittlich bis positiv für ein Unternehmen ein, das nicht rein technologisch geprägt ist. Val Bercovici, Chief AI Officer bei WEKA, bezeichnete die Werte als „im Süßwasserbereich" liegend, wies jedoch darauf hin, dass die Claude-Zahlen im Vergleich zu Cursor relativ niedrig sind. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf etwa 185.000 Dollar für Claude und 627.000 Dollar für Cursor, basierend auf den im Dashboard angegebenen Raten. Experten wie Will Sommer von Gartner warnten jedoch, dass Token als Kostenmaßstab ungenau sind, da die Preise je nach Anfrageart und Modell stark variieren können. Insgesamt deuten die Daten darauf hin, dass Disney durch den KI-Einsatz keine unkontrollierbaren Kosten verursacht. Ein wesentlicher Faktor für die extrem hohen Nutzungszahlen bei einzelnen Nutzern ist der Einsatz sogenannter „Agentenschwärme". Dabei handelt es sich um automatisierte Bots, die Aufgaben nicht nur selbst ausführen, sondern auch andere Bots beauftragen. Bercovici erklärte, dass nur durch den Einsatz solcher Agentenschwärme die astronomischen Verbrauchszahlen erklärbar seien. Ein besonders fleißiger Cursor-Nutzer verarbeitete in derselben Periode 287,1 Millionen Tokens. Während diese Mengen für ein reines Tech-Unternehmen wie eines der „Mag 7"-Konzerne gering erscheinen, sind sie für ein traditionsreiches Fortune-500-Unternehmen außergewöhnlich hoch. Die Entwicklung zeigt eine Veränderung der Rolle von Softwareentwicklern: Statt manuell zu programmieren, übernehmen sie zunehmend die Rolle von Agenten-Managern. Durch den Einsatz von KI-Agenten, die Aufgaben delegieren und ausführen, steigern die Mitarbeiter ihre Produktivität erheblich und können größere Mengen an Code und Inhalten verwalten. Diese Transformation markiert einen signifikanten Schritt in der Integration von künstlicher Intelligenz in den traditionellen Arbeitsalltag eines Medienkonzerns.

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