8 von 10 Reichsten verlieren Vermögen wegen KI-Angst
Im Jahr 2026 haben acht der zehn reichsten Menschen der Welt einen beträchtlichen Vermögensverlust erlitten. Diese Entwicklung steht in engem Zusammenhang mit wachsender Skepsis gegenüber dem künstlichen Intelligenz-Boom und einer allgemeinen Unsicherheit an den Aktienmärkten. Eine Analyse des Bloomberg Billionaires Index zeigt, dass fast alle Spitzenreiter des globalen Reichtums in diesem Zeitraum mit negativen Kursschwankungen konfrontiert waren. Zu den Verlierern zählen prominentere Namen wie der Gründer von Alphabet, Larry Page und Sergey Brin, Amazons Jeff Bezos, Mark Zuckerberg von Meta, Larry Ellison von Oracle, Bernard Arnault von LVMH, Jensen Huang von Nvidia sowie Warren Buffett von Berkshire Hathaway. Besonders markant ist der Rückgang bei Larry Ellison, dessen persönlicher Reichtum um 47 Milliarden Dollar auf 200 Milliarden Dollar gefallen ist. Dies entspricht einem Jahresverlust von 23 Prozent bei den Oracle-Aktien. Investoren zweifeln zunehmend an der rentablen Infrastrukturstrategie des Datenbankriesen im Bereich KI, insbesondere nach Warnungen prominenter Anleger wie Michael Burry. Dennoch zeigte sich die Lage am Mittwoch vorbörslich leicht positiv, nachdem Oracle in seinem Abschlussbericht einen starken KI-Bedarf signalisiert hatte. Auch Jeff Bezos ist mit einem Verlust von 15 Milliarden Dollar betroffen, womit sein Vermögen auf 239 Milliarden Dollar sank. Der sieb Prozentige Rückgang der Amazon-Aktien wird von der Wall Street mit den enormen Kosten für den KI-Ausbau erklärt. Das Unternehmen plant für das laufende Jahr Ausgaben von 200 Milliarden Dollar für Chips, Rechenzentren und andere KI-Hardware. Steve Ballmer, der ehemalige CEO von Microsoft, hat ebenfalls 25 Milliarden Dollar verloren, wodurch sein Vermögen auf 143 MilliardenDollar fiel. Die Microsoft-Aktien sind um 16 Prozent gefallen, da Händler befürchten, dass KI-Tools die traditionelle Office-Suite verdrängen könnten. Außerhalb des Technologiesektors verlor Bernard Arnault rund 42 Milliarden Dollar auf 166 Milliarden Dollar, getrieben durch einen starken Rückgang der LVMH-Aktien um 22 Prozent. Gründe hierfür sind verlangsamtes Wachstum sowie die Sorge, dass der Konflikt im Iran den internationalen Handel und Tourismus nachhaltig beeinträchtigen könnte. Einzig Elon Musk und Jim Walton haben in diesem Jahr ihre Vermögen steigern können. Musk hat sein Vermögen um 44 Milliarden Dollar auf insgesamt 664 Milliarden Dollar angehoben, was hauptsächlich auf den Wertzuwachs seiner Beteiligungen an SpaceX und xAI zurückzuführen ist. Dieser Zuwachs überkompensierte einen 11-prozentigen Einbruch der Tesla-Aktien. Jim Walton, Erbe des Walmart-Imperiums, legte um 12 Milliarden Dollar zu, da die Aktien des Einzelhändlers um 12 Prozent stiegen. Dies wurde von der positiven Einschätzung des Online-Handels und dem Potenzial der KI-Investitionen befeuert. Auch seine Geschwister Alice und Rob Walton verzeichneten ähnliche Zuwächse von jeweils 12 Milliarden Dollar. Damit rangieren die drei Geschwister unter den Top zehn der diesjährigen Reichstumsverdiener.
