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Bayer und Cradle kooperieren bei AI-gestützter Antikörperentwicklung

Bayer und Cradle haben eine dreijährige strategische Zusammenarbeit angekündigt, um Cradles wissenschaftliches KI-Software-Plattform für die Protein-Engineering-Entwicklung in Bayer’s Forschungs- und Entwicklungsketten zu integrieren. Ziel ist es, die Entdeckung und Optimierung von therapeutischen Antikörpern durch generative KI zu beschleunigen. Bayer wird die Plattform in bestehende R&D-Prozesse einbinden, um qualitativ hochwertigere Moleküle schneller in die klinische Entwicklung zu bringen. Dabei sollen die Anzahl der Optimierungsrunden reduziert, die Wirksamkeit, Sicherheit und Herstellbarkeit der Moleküle verbessert sowie die Erfolgswahrscheinlichkeit für technische Durchführbarkeit erhöht werden – besonders bei anspruchsvollen Wirkmechanismen. Anastasia Hager, Global Head of Drug Discovery Sciences bei Bayer, betont, dass KI-gestützte Moleküldesign- und Optimierungsansätze zukünftig eine Schlüsselrolle bei der Produktivitätssteigerung spielen werden. Cradles Plattform ermögliche skalierbare, wissenschaftlerzentrierte Lösungen, die das Potenzial des Biologika-Portfolios maximieren und schneller wirksame Medikamente für Patienten ermöglichen. Stef van Grieken, Co-Gründer und CEO von Cradle, sieht in der Entscheidung von Bayer einen Trend: Top-Pharma-Unternehmen suchen nach KI-Lösungen, die über einzelne Projekte hinaus skalierbar sind, ohne dass jedes Teammitglied ein ML-Experte werden muss. Cradle bringt enterprise-grade, lab-in-the-loop-KI direkt in die Hände der Forscher, die täglich neue Moleküle entwerfen. Dies führt zu weniger Iterationen und gleichzeitig verbesserten Eigenschaften wie Potenz, Entwicklbarkeit und Herstellbarkeit. Nach einem erfolgreichen Proof-of-Concept wählte Bayer Cradle aus mehreren Anbietern als den besten Partner aus. Die Zusammenarbeit baut auf Bayer’s interner Stärke in Antikörper-Design, -Synthese und maschinellem Lernen auf und wird durch Cradles Expertise in skalierbarer Softwareentwicklung ergänzt. Zudem werden beide Unternehmen gemeinsam an einem Forschungsprojekt zur Weiterentwicklung von Machine-Learning-Methoden arbeiten. Cradle, mit Sitz in Amsterdam, Zürich und den USA, entwickelt eine KI-Plattform, die bereits von sechs der weltweit 25 größten Pharmaunternehmen genutzt wird und in über 50 Forschungsprogrammen eingesetzt wird. Die Technologie beschleunigt die Entwicklung von Antikörpern, Enzymen und bio-basierten Materialien bis zu zwölffach. Das Team besteht aus Experten aus Google, Novartis, DeepMind, Meta und anderen führenden Tech- und Biotech-Unternehmen. Cradle wird von IVP, Index Ventures und Kindred Capital unterstützt. Bayer, ein globaler Lebenswissenschaftskonzern mit Schwerpunkt auf Gesundheit und Ernährung, beschäftigt rund 93.000 Menschen und erzielte 2024 einen Umsatz von 46,6 Milliarden Euro. Mit 6,2 Milliarden Euro an Forschungsausgaben unterstreicht das Unternehmen sein Engagement für Innovation. Die Kooperation ist ein klares Signal für die zunehmende Integration von KI in die biopharmazeutische Forschung. Branchenexperten sehen darin einen Meilenstein: „Die Kombination aus tiefem biologischem Wissen und skalierbarer KI-Infrastruktur ist der Schlüssel für die nächste Generation der Arzneimittelentwicklung“, sagt ein Analyst von BioPharma Insights. Die Zusammenarbeit könnte nicht nur Bayer, sondern auch die gesamte Branche voranbringen, indem sie die Zeit bis zur klinischen Zulassung verkürzt und die Erfolgsquote erhöht.

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