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Otter erweitert Suchfunktion in Enterprise-Tools

Otter, eine etablierte App für KI-gestützte Meeting-Protokolle, erweitert sein Angebot mit einer neuen Unternehmenssuchfunktion. Damit reagiert der Anbieter auf den sich wandelnden Markt, in dem reine Transkription und Zusammenfassung von Besprechungen nicht mehr ausreichen, um Geschäftsmodelle und Bewertungen zu rechtfertigen. Unternehmen streben nach einer zentralen Arbeitsumgebung, in der Daten aus verschiedenen Quellen gesammelt, durchsucht und für Entscheidungen genutzt werden können. Otter positioniert sich nun als Client für das Model Context Protocol (MCP), einen von KI-Tools schnell angenommenen Standard. Dies ermöglicht es der Software, Verbindungen zu externen Anwendungen herzustellen und Daten aus diesen abzurufen. Nach eigenen Angaben verknüpft Otter ab sofort Daten aus Gmail, Google Drive, Notion, Jira und Salesforce mit den bereits vorhandenen Meeting-Protokollen. Nutzer können diese verschiedenen Datenquellen gemeinsam durchsuchen. Geplant ist zudem, baldige Erweiterungen für Microsoft Outlook, Teams, SharePoint und Slack sowie die Möglichkeit, Meeting-Zusammenfassungen direkt nach Notion zu verschieben oder E-Mails in Gmail zu entwerfen. Zusätzlich zu diesen Verbindungen wurde das KI-Interface komplett überarbeitet. Ein neuer Assistent ist nun durchgehend in der gesamten Benutzeroberfläche integriert. Er erkennt den aktuellen Kontext, etwa eine spezifische Besprechung oder einen Chat-Kanal, und beantwortet Anfragen entsprechend diesem Umfeld. Ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt ist die Unterstützung der „botlosen" Aufzeichnung. Diese Methode nimmt Meetings über die Systemaudio-Wiedergabe auf, ohne dass ein virtueller Assistent den virtuellen Raum betritt. Otter führte diese Funktion bereits Ende letzten Jahres für die Mac-Version ein und erweitert sie nun auf Windows. Trotz des Trends zu solchen Lösungen, wie er auch von Wettbewerbern wie Read AI oder Fireflies.ai verfolgt wird, bleibt Otter bei seiner Strategie, KI-Bots an Meetings teilnehmen zu lassen. CEO Sam Liang erklärte, dass viele Enterprise-Kunden die Anwesenheit eines Notetakers bevorzugen, da dies Transparenz schafft. Zudem sei es wünschenswert, dass die Notizen allen Teilnehmern zur Verfügung stehen, anstatt sie nur einer Einzelperson zugänglich zu machen. Um zu vermeiden, dass mehrere Bots denselben Raum gleichzeitig betreten, verfügt Otter über eine Deduplizierungsfunktion, die Doppelungen automatisch verhindert. Die Zahlen des Unternehmens zeigen ein deutliches Wachstum. Während Otter im Vorjahr von 25 Millionen Nutzern sprach, verzeichnete das Unternehmen mit Stand des aktuellen Berichts nunmehr 35 Millionen Nutzer. Die jährlichen wiederkehrenden Einnahmen wurden im vergangenen Jahr mit 100 Millionen US-Dollar angegeben. Die genauen Finanzdaten für die aktuelle Periode wurden nicht veröffentlicht.

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