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NHTSA prüft Musk-Posts zu Teslas FSD-System

Die US-Verkehrsbehörde NHTSA hat Tesla offiziell um Aufklärung zu einer Reihe von Social-Media-Beiträgen von CEO Elon Musk gebeten. Anlass war die Anfrage vom 2. Juli, in der die Regulierungsbehörden Musks Aussagen auf der Plattform X prüften. Darin hatte er behauptet, Nutzer könnten bei aktivierter Full Self-Driving-Software während der Fahrt Nachrichten schreiben oder Espresso zubereiten. Weitere Postings suggerierten, die Technologie arbeite unter allen Bedingungen und benötige erheblich weniger Aufmerksamkeit des Fahrers. Diese Behauptungen stehen im direkten Widerspruch zu den offiziellen Hinweisen in den Tesla-Besitzerhandbüchern, die betonen, dass Fahrer die Straße stets im Auge behalten und jederzeit die Kontrolle übernehmen müssen. Die NHTSA forderte das Unternehmen auf, die Genauigkeit und Konsistenz dieser Marketingaussagen mit den tatsächlichen Fähigkeiten der Assistenzsysteme zu belegen. Zudem wurde geprüft, ob Tesla Maßnahmen ergriffen hat, um Missverständnisse oder Fehlbedienungen seitens der Nutzer zu vermeiden. Die Anfrage ist Teil einer bereits im Oktober 2024 eingeleiteten Untersuchung, die im März dieses Jahres zu einer technischen Analyse ausgebaut wurde. Der Fokus der Behörde liegt dabei auf der Zuverlässigkeit der Systeme bei schlechten Sichtverhältnissen, was auf mehrere Unfälle mit Sonneblendung, Nebel oder Staub zurückzuführen ist. Dieser regulative Druck fügt sich in eine anhaltende rechtliche Herausforderung für Tesla ein. Bereits im vergangenen Jahr sah sich das Unternehmen durch eine Klage auf 242 Millionen US-Dollar Schadensersatz konfrontiert, die von übertriebener Werbung für die Vorgängertechnologie Autopilot ausging. Auch in Kalifornien konnte Tesla im Februar nur durch eine Einigung einer gerichtlichen Anordnung entgehen, die die Marketingbegriffe Autopilot und Full Self-Driving als irreführend einstufte. Derzeit kommentiert Tesla die aktuellen Anfragen der Aufsichtsbehörden nicht öffentlich, während die regulatorische Überwachung der Vermarktungsstrategien und der technischen Performanz der FSD-Software weiter verschärft wird.

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