Rio-3.5 ≈ 0.6 Nex + 0.4 Qwen
Ein aktueller Streit um die Modellherkunft im Bereich der großen Sprachmodelle konzentriert sich auf Rio-3.5-Open-397B. Nach Angaben von Nex-AGI handelt es sich bei dem von IplanRIO vorgeestellten 397-Milliarden-Parameter-Modell nicht um ein eigenständig trainiertes System, sondern um eine direkte gewichtete Interpolation aus dem proprietären Nex-Modell und der offiziellen Basisversion Qwen3.5-397B-A17B. Das Gewichtsverhältnis wird auf circa 60 Prozent Nex zu 40 Prozent Qwen beziffert. Nex-AGI verweist darauf, dass keinerlei unabhängiges Training stattgefunden habe. Die Behauptungen werden durch zwei unabhängige technische Analysen gestützt. Wird das fest integrierte System-Prompt entfernt, identifiziert sich das Modell bei 79 Prozent der Eingaben weiterhin als Nex von Nex-AGI und zitiert die eigene Organisations-Hintergrundgeschichte wortgetreu. Eine Selbsteindeutigung als Rio-Modell wurde dabei nie festgestellt. Parallel dazu wurde eine vollständige Prüfung der Gewichtsmatrizen durchgeführt. Die Daten über alle 60 Netzwerkschichten hinweg zeigen eine exakte Übereinstimmung mit der sechs-zu-vier-Mischung. Die statistische Abweichung liegt im Bereich tausender Standardabweichungen und lässt sich mit gängigen Fine-Tuning-Methoden nicht begründen. Die Enthüllungen haben unmittelbare Konsequenzen für die Transparenz im Open-Source-KI-Sektor. Sie werfen Fragen zur korrekten Attribution bei der Veröffentlichung von Modellen und zur Validierung von Leistungsansprüchen auf. Sollte die Analyse von Nex-AGI zutreffen, stellt die Rio-Veröffentlichung keine eigenständige Innovation dar, sondern eine umdeklarierte Version bestehender Architekturen. Die technische Community beobachtet den Fall, da er potenziell Präzedenzcharakter für Nachweisstandards und die Ethik der Modelldistribution besitzen könnte. Nex-AGI hat die technischen Fundamente zur öffentlichen Prüfung bereitgestellt.
