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vor einem Monat
Generative KI

Tool filtert 700 Stellen: AI-Head-Position erreicht

Santiago Fernández de Valderrama Aparicio, 42 Jahre alt und in Seville ansässig, stieg vor rund 16 Jahren als Gründer eines Unternehmens zur Reparatur von Handys ein. Dabei stellte er fest, dass er besonders viel Freude an der Automatisierung von Prozessen durch Software hat. Diese Erkenntnis führte ihn dazu, sich vollständig der künstlichen Intelligenz (KI) zu widmen, nachdem er sein Unternehmen verkauft hatte. Er suchte nun nach einer Position, in der er gemeinsam mit Kollegen innovative Lösungen entwickeln konnte. DieJobsuche erwies sich jedoch als ebenso herausfordernd wie die eigentliche Arbeit selbst. Um seine Fähigkeiten zu demonstrieren und gleichzeitig effizienter zu suchen, entwickelte Fernández de Valderrama Aparicio ein eigenes Werkzeug namens Career-Ops. Mit der Unterstützung von Anthropics Claude Code und seiner technischen Expertise baute er dieses Tool innerhalb von sechs Wochen. Das System analysierte mehr als 740 Stellenangebote, filterte diese basierend auf seinen Interessen und Fähigkeiten und empfahl ihm 66 konkrete Bewerbungen. Das Ergebnis war beeindruckend: Aus diesen Empfehlungen resultierten 12 Vorstellungsgespräche. Im April konnte er schließlich eine Stelle als Leiter für KI in einem Softwareunternehmen antreten. Nach seiner Anstellung entschied er sich, die Software öffentlich zugänglich zu machen. Anstatt das Tool zu monetarisieren, sah er es als eine Grundversorgung an und wollte es der Gemeinschaft zur Verfügung stellen. Auf Plattformen wie Reddit löste er damit eine große Begeisterung aus, was ihn zu der Entscheidung bewog, den Code open source zu veröffentlichen. Die primäre Reaktion der Nutzer war Dankbarkeit, gefolgt von Anfragen, wie sie das Werkzeug selbst nutzen können. Um die anfänglich technischen Hürden der Einrichtung zu senken, gründete er eine Discord-Community, die innerhalb einer Woche auf über 1.000 Mitglieder anwuchs. Gemeinsam arbeiten sie daran, das System benutzerfreundlicher zu gestalten. Das Tool funktioniert im Kern wie ein intelligenter Chatbot auf dem eigenen Gerät. Es lernt durch Interaktion die Bedürfnisse des Nutzers, etwa wenn ein Softwareentwickler angibt, mit KI Dinge erschaffen zu wollen, und passt daraufhin die Liste der Stellenangebote entsprechend an. Fernsicht ist, dass Arbeitssuchende künftig Unternehmen über KI filtern können, anstatt umgekehrt. Er envisioniert eine zukünftige Plattform, die als Marktplatz dient, auf dem Bewerber ihre Lebensläufe und Arbeitsproben einreichen und Unternehmen ihre offenen Positionen einstellen. Der eigentliche Durchbruch für Fernández de Valderrama Aparicio war jedoch nicht nur das gefundene Angebot, sondern die Tatsache, dass er das Suchtool selbst gebaut hat. Er betrachtet dies als den ultimativen Beweis seiner Kompetenz und als Fundament, das ihm ermöglichte, eigene Lösungen zu entwickeln. In der Ära der KI gelte: Öffentliches Bauen ist das neue Lebenslauf. Das eigene Nebenprojekt fungiert nun als Portfolio, das in der Praxis zeigt, was man kann.

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