HyperAIHyperAI

Command Palette

Search for a command to run...

vor einem Monat
Meta
NVIDIA
PyTorch

Metas Verlust ist Gewinn für Thinking Machines

Der Wechsel von Weiyao Wang von Meta zum KI-Startup Thinking Machines Lab (TML) ist ein symptomatisches Zeichen für den aktuellen Talentkrieg in der Künstlichen-Intelligenz-Branche. Nach acht Jahren bei Meta, wo er unter anderem an multimodalen Wahrnehmungssystemen und dem Projekt SAM3D arbeitete, wechselte Wang letzte Woche zu TML. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer massiven Expansion des Startups. Thinking Machines Lab hat erst kürzlich ein milliardenschweres Cloud-Abkommen mit Google Cloud Next geschlossen. Durch diese Partnerschaft erhält das Unternehmen Zugang zu den neuesten Nvidia GB300-Chips und gehört nun zur gleichen Infrastruktur-Klasse wie Tech-Riesen wie Meta und Anthropic. TML ist damit eines der ersten Startups, das auf dieser neuen Hardware läuft. Bereits zuvor gab es eine Partnerschaft mit Nvidia. Medienberichte deuten darauf hin, dass Meta vor einem Jahr Verhandlungen über eine Übernahme von TML führte und in jüngster Zeit versucht, einzelne Mitarbeiter des Startups abzuwerben. Tatsächlich scheint die Talentsituation jedoch ein Hin und Her zu sein. Während Meta sieben Gründungsmits von TML geworben haben soll, rekrutiert das Startup nun aktiv Forscher von Meta. Eine Analyse von LinkedIn-Profilen zeigt, dass TML mehr Mitarbeiter von Meta als von jedem anderen einzelnen Arbeitgeber angeworben hat. Dazu zählen hochkarätige Persönlichkeiten wie Soumith Chintala, der elf Jahre bei Meta verbrachte, PyTorch mitbegründete und nun als Chief Technology Officer (CTO) fungiert. Auch Piotr Dollár, langjähriger Meta-Veteran und Mitentwickler des bekannten Segment Anything Modells, sowie Andrea Madotto und James Sun sind zu TML gewechselt. Die Rekrutierungsstrategie von TML beschränkt sich nicht nur auf Meta. Das Team umfasst zudem Talente aus der ganzen Branche: Neal Wu von Cognition, Jeffrey Tao von Waymo und OpenAI, Muhammad Maaz von Anthropic, Erik Wijmans von Apple sowie Liliang Ren von der Microsoft-KI-Abteilung. Derzeit umfasst das Personal von TML rund 140 Mitarbeiter. Finanziell betrachtet ist das Angebot für Forscher äußerst attraktiv. Während Meta für seine Angestellten oft siebenstellige Gehälter ohne Auflagen bietet, sieht sich TML mit einer Bewertung von 12 Milliarden US-Dollar. Diese Summe wäre in früheren Technologiezyklen für ein Unternehmen mit so wenigen Produkten kaum vorstellbar. Im Vergleich zu den Rekordbewertungen von OpenAI und Anthropic bleibt jedoch erhebliches finanzielles Aufwärtspotenzial bestehen, was viele Spezialisten dazu bewegt, zu dem jungen Startup zu wechseln. Ein Sprecher von Thinking Machines Lab hat sich auf Anfrage zur Berichterstattung nicht geäußert.

Verwandte Links

Metas Verlust ist Gewinn für Thinking Machines | Aktuelle Beiträge | HyperAI