HyperAIHyperAI

Command Palette

Search for a command to run...

Altman-Startup fordert Mitarbeiter:innen, sich ausschließlich der Arbeit zu widmen

Das von Sam Altman gegründete Unternehmen Tools for Humanity, das den „Orb“ entwickelt – eine volleyballgroße Metallkugel, die Iris-Scans nutzt, um menschliche Identität zu verifizieren – hat Mitarbeiter dazu aufgerufen, sich ausschließlich auf ihre Arbeit zu konzentrieren. In einer Januar-Allhands-Sitzung gab CEO Alex Blania klar zu verstehen, dass persönliche Interessen, Politik oder soziale Themen wie Diversität, Gleichstellung und Inklusion (DEI) keine Rolle spielen dürfen. „Wenn Sie etwas anderes wertschätzen oder etwas anderes wollen, sollten Sie einfach nicht hier sein“, sagte er laut einer Aufzeichnung, die Business Insider einsehen konnte. Das Unternehmen sei ausschließlich auf seine Mission ausgerichtet: die Menschheit durch die erfolgreiche Integration von Künstlicher Intelligenz zu sichern. Die Unternehmenswerte, die in der ehemaligen San Francisco-Zentrale an einem Bildschirm zu sehen waren, spiegelten diese Haltung wider. Dazu gehörten Aussagen wie „Wir arbeiten am Wochenende, sind immer erreichbar und geben alles, was in unserer Macht steht“, sowie die Warnung, dass „Langsamkeit und Komfort nicht toleriert werden“. Auch „Talker, Ideologie oder Politik“ hätten im Unternehmen keinen Platz. Diese Werte wurden laut einem ehemaligen Mitarbeiter von Blania selbst formuliert. Derzeit sind die Kernwerte des Unternehmens Optimismus, individuelle Verantwortung und klare Denkweise. Die Zielsetzung ist ambitioniert: Innerhalb eines Quartals sollen 3.000 Orbs eingesetzt und 30 Millionen Nutzer verifiziert werden, bis Ende des Jahres sollen es 100 Millionen sein – langfristig angestrebt wird ein Marktdurchdringung von einer Milliarde Menschen. Bisher wurden rund 17,5 Millionen Personen verifiziert, was knapp zwei Prozent des Ziels entspricht. Um die Effizienz zu steigern, wurde den Mitarbeitern empfohlen, KI-Tools wie ChatGPT Enterprise (von OpenAI) und Google’s Gemini Enterprise intensiver einzusetzen. Der Chief Legal and Privacy Officer Damien Kieran betonte, dass die Firma selbst in der KI-Nutzung noch nachbessern müsse, und kündigte an, dass alle Mitarbeiter in Kürze Zugang zu den neuesten KI-Systemen haben würden. Die Kultur des Unternehmens spiegelt eine wachsende Tendenz in der Tech-Branche wider: die Etablierung von „harten“ Arbeitskulturen, die Leistung und Hingabe über alles stellen. Ähnliche Ansätze wurden bei Unternehmen wie AT&T und Amazon beobachtet. Kritiker werfen solchen Modellen vor, Burnout und emotionale Erschöpfung zu fördern, während Befürworter die nötige Fokussierung für bahnbrechende Projekte sehen. Industrieanalysten sehen in der Strategie von Tools for Humanity eine Mischung aus Vision und Risiko. „Die Intensität der Kultur ist typisch für Startups, die sich auf eine globale, existenzielle Mission konzentrieren – aber die menschliche Komponente wird oft vernachlässigt“, sagt ein Experte für digitale Ethik. Die enge Verbindung mit OpenAI und der geplante Einsatz von KI-Systemen, die direkt mit Altman’s Unternehmen konkurrieren, wirft zudem Fragen zur strategischen Unabhängigkeit auf. Ob die harte Arbeitskultur langfristig nachhaltig ist, bleibt abzuwarten – besonders angesichts der kritischen Aufmerksamkeit, die das Projekt bereits auf sich zieht.

Verwandte Links

Altman-Startup fordert Mitarbeiter:innen, sich ausschließlich der Arbeit zu widmen | Aktuelle Beiträge | HyperAI