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vor 3 Monaten
xAI
Generative KI

X lässt Nutzer Grok-Fotoeingriffe blockieren

Die Social-Media-Plattform X hat eine neue Einstellung eingeführt, die es Nutzern ermöglichen soll, die Bearbeitung hochgeladener Bilder durch den KI-Chatbot Grok zu verhindern. Diese Funktion wurde von Social Media Today gemeldet und von The Verge überprüft. Sie erscheint im iOS-Bereich als Umschaltknopf in den Einstellungen für das Hochladen von Bildern und soll theoretisch Änderungen durch das System blockieren. Tatsächlich verhindert die Einstellung jedoch nicht direkt, dass Bilder bearbeitet werden, sondern blockiert nur die Möglichkeit, den Account @Grok in Antworten auf ein Bild zu erwähnen, gefolgt von Bearbeitungsbefehlen. Diese Einschränkung wurde eingeführt, nachdem im Januar dieses Jahres Bilder von Menschen, darunter auch Kinder, durch KI-generierte Manipulationen unangemessen verändert wurden. In den ersten Monaten war diese Methode von kostenlosen Konten ausgenutzt worden, was zu erheblichen Vorwürfen seitens von Gesetzgebern und Aufsichtsbehörden führte. Seitdem ist es für kostenlose Nutzer ohnehin nicht mehr möglich, Bilder über Grok-Antworten zu bearbeiten. Die neue Funktion schränkt nun auch zahlende Premium-Nutzer ein, die sich zuvor durch das Markieren des Bots einen Bearbeitungsvorteil gesichert hatten. Die Option ist jedoch schwer zu finden. Nutzer müssen beim Erstellen eines Beitrags auf dem iOS-Gerät auf das Pinsel-Symbol klicken, um in das Bildbearbeitungsmenü zu gelangen, und dort das Flaggen-Symbol auswählen. Im Webbrowser ist diese Funktion während des Hochladevorgangs nicht sichtbar. Zudem wird sie nicht für bereits vorhandene Inhalte angezeigt. Tests von The Verge zeigen, dass der Schalter zwar verhindert, dass Premium-Accounts ein Bild über direkte Erwähnung in einem X-Post bearbeiten können, aber andere Wege zur Manipulation offen bleiben. Ein kritischer Schwachpunkt ist die direkte Integration in die App selbst. Nutzer können auch über eine geschützte Bildvorschau in der X-App auf die Option „Bild mit Grok bearbeiten" zugreifen. Dieser Befehl öffnet das Bild direkt in der separaten Grok-Anwendung, wo keine Einschränkungen durch die neue X-Einstellung greifen. Das Bild kann dort ohne weitere Hürden manipuliert werden. Ein weiterer Umgehungsversuch besteht darin, das geschützte Bild zu speichern, erneut in den selben Thread hochzuladen und den Bot erneut zu markieren, da die Schutzfunktion nur für die ursprüngliche Upload-Verbindung gilt. Bisher wurde diese Funktion offiziell nicht angekündigt, und der genaue Status der Entwicklung sowie die zukünftige Verfügbarkeit sind unklar. X hat noch nicht Stellung zu den gemeldeten Einschränkungen oder der Funktionsweise bezogen. Die Maßnahme stellt einen ersten Versuch der Plattform dar, die Kontrolle über die Bearbeitung von Nutzerfotos zurückzugewinnen, bietet jedoch keinen umfassenden Schutz gegen alle möglichen Manipulationen. Nutzer müssen weiterhin vorsichtig sein, da die neuen Einstellungen keine absolute Sicherheit garantieren und die Plattform nach wie vor viele Wege zur KI-Bildbearbeitung offen hält. Die Diskussion über KI-Sicherheit und den Schutz personenbezogener Daten auf sozialen Medien bleibt somit ungelöst und bedarf weiterer regulatorischer Aufsicht.

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