Claude Sonnet 5 startet mit KI-Agenten-Features
Anthropic hat heute offiziell Claude Sonnet 5 veröffentlicht und bezeichnet es als das bisher leistungsstärkste Modell der Sonnet-Serie in Bezug auf Agentic-Fähigkeiten. Es kann Pläne erstellen, Tools wie Browser und Terminals nutzen sowie Aufgaben eigenständig ausführen – eine Fähigkeitsebene, die vor einigen Monaten noch größere und teurere Modelle erfordert hätte. Mit Sonnet 5 schließt Anthropic die Lücke zu den High-End-Modellen von Opus 4.8 erheblich. Im Vergleich zur Vorgängerversion Sonnet 4.6 zeigt sich bei Schlüsselindikatoren für Agentenfähigkeiten wie Schlussfolgerung, Tool-Aufrufen, Codierung und Wissensarbeit eine deutliche Verbesserung. Sicherheitsbewertungen zeigen, dass die Rate unerwünschten Verhaltens insgesamt unter der von Sonnet 4.6 liegt, im automatisierten Verhaltenstracking jedoch leicht über dem Niveau von Opus 4.8 und Mythos Preview liegt. Ab sofort ist Sonnet 5 in allen Abonnementplänen verfügbar: Die Free- und Pro-Pläne verwenden dieses Standardmodell standardmäßig; Max-, Team- und Enterprise-Nutzer können es auswählen. Zudem wurde es in Claude Code und der Claude Platform freigeschaltet; die Modell-ID lautet claude-sonnet-5. Bezüglich des Preises gilt bis zum 31. August 2026 ein reduzierter Tarif: Eingabe kostet 2 USD pro Million Tokens, Ausgabe 10 USD pro Million Tokens. Danach werden die Preise auf 3 USD pro Million Tokens für die Eingabe bzw. 15 USD pro Million Tokens für die Ausgabe angepasst. Anthropic hat Sonnet 5 nicht gezielt mit einem Fokus auf Cybersicherheit trainiert. Bewertungen zeigen, dass seine Fähigkeiten bei gefährlichen Aufgaben wie der Entwicklung von Software-Lückenexploits deutlich unter denen von Opus 4.8 und Mythos 5 liegen. Der Schutz vor Cyberangriffen ist standardmäßig aktiviert und erkennt sowie blockiert gefährliches Netzwerkverhalten in Echtzeit – dies entspricht dem Schutzniveau von Opus 4.7/4.8, liegt aber unter dem strengeren Schutzmechanismus, der für Mythos 5 implementiert wurde. Bei der Halluzinationsrate (Reduktion um 45 %), geschmeicheltem Verhalten und der Widerstandsfähigkeit gegen Prompt-Injection-Angriffe schneidet Sonnet 5 besser ab als Sonnet 4.6. Nutzer können je nach Komplexität ihrer Aufgabe unterschiedlich starke Inferenzmethoden wählen, um flexibel zwischen Kosten und Leistung abzuwägen.
