Okta kauft KI-Sicherheitsstarter Permiso für 200 Millionen
Der Identitätsmanagement-Anbieter Okta hat die Übernahme des KI-Sicherheitsstartups Permiso Security bekannt gegeben. Der Kaufpreis liegt bei knapp 200 Millionen US-Dollar und wird nahezu vollständig in bar gezahlt. Ein offizieller Abschluss des Geschäfts ist für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2027 vorgesehen, vorbehaltlich üblicher Auflagen. Mit diesem Schritt positioniert sich Okta strategisch im wachsenden Markt für den Schutz nicht-menschlicher Identitäten. Während traditionelle Identitätslösungen sich primär auf die Login-Authentifizierung konzentrieren, rückt zunehmend die kontinuierliche Überwachung von Aktivitäten nach der erfolgreichen Anmeldung in den Vordergrund. Permiso, im Jahr 2022 aus einer Stealth-Phase gestartet und in Palo Alto ansässig, entwickelt spezifische Software zur Erkennung verdächtiger Aktivitäten in Cloud-Umgebungen nach dem Zugriffsereignis. Das von den Ex-FireEye-Managern Paul Nguyen und Jason Martin gegründete Unternehmen hat sein Angebot kürzlich um die Analyse von KI-Agenten erweitert. Die Plattform SandyClaw ermöglicht die sandkastenbasierte Überprüfung dieser Agenten auf potenzielle Schädlichkeit vor der produktiven Einsatzfreigabe. Die Transaktion stärkt Oktas Ökosystem um nachweisbare Fähigkeiten zur Identitätsbedrohungserkennung und -abwehr sowie ein erfahrenes Threat-Research-Team. Ely Kahn, Chief Product Officer bei Okta, stellte in einer Erklärung heraus, dass Permiso die Identitätssicherungsarchitektur des Unternehmens signifikant erweitern werde. Für die Investition in die KI-Sicherheitssparte besteht ein dringender Bedarf, da Unternehmen autonome Software und KI-Agenten zunehmend in ihre IT-Infrastrukturen integrieren. Bisher hatte Permiso rund 29 Millionen US-Dollar an Finanzierungsbeiträgen akquiriert. Eine Series-A-Runde im April 2024 führte zu einer Bewertung von rund 80 Millionen US-Dollar nach Geldmitteln. Die Akquisition unterstreicht den Wettbewerbsdruck im Identitätsmanagement, der durch die tiefere Verankerung von Künstlicher Intelligenz in den täglichen Unternehmensabläufen weiter verschärft wird.
