HyperAIHyperAI

Command Palette

Search for a command to run...

vor 2 Monaten
Microsoft

Microsoft übertrifft Erwartungen mit 40% Azure-Wachstum

Microsoft übertraf in seiner Geschäftsdritteljahresperiode, die am 31. März endete, sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnprognosen von Analysten deutlich. Der Softwarekonzern verzeichnete einen Umsatzanstieg von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 44,9 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg auf 4,27 Dollar, gegenüber 3,46 Dollar im Vorjahr. Der Gesamtgewinn belief sich auf 31,78 Milliarden Dollar, wobei Abweichungen bei den Investitionen in OpenAI berücksichtigt wurden. Der stärkste Wachstumstreiber war das Cloud-Geschäft. Die Einnahmen aus Azure und anderen Cloud-Diensten surgedierten um 40 Prozent und übertrafen damit die Erwartungen von Marktbeobachtern, die zwischen 38,8 und 39,3 Prozent angesetzt hatten. Das gesamte Segment Intelligenter Cloud, das auch Serverprodukte, GitHub und Nuance umfasst, erzielte Umsätze von 34,68 Milliarden Dollar. Im Bereich Produktivität und Geschäftsprozesse, der Office, LinkedIn und Dynamics beinhaltet, erreichte Microsoft 35,01 Milliarden Dollar, einem Anstieg von rund 17 Prozent. Besonders hervorzuheben ist der rasante Erfolg künstlicher Intelligenz: Microsoft gab bekannt, dass die jährlich bezifferten KI-Einnahmen auf 37 Milliarden Dollar gestiegen sind, was einem Anstieg von 123 Prozent entspricht. Zudem hat sich die Zahl der Nutzer für das Office-KI-Add-on Copilot auf über 20 Millionen Lizenzen verdoppelt, verglichen mit 15 Millionen im Januar. Im Bereich Personal Computing, der Windows, Xbox, Surface-Geräte und die Bing-Suchwerbung umfasst, ging der Umsatz leicht um 1 Prozent auf 13,19 Milliarden Dollar zurück. Der Absatz von Windows-Lizenzen an Gerätehersteller sowie der Verkauf eigener Geräte sank um 2 Prozent, obwohl der Gesamtmarkt für PCs laut Gartner um 4 Prozent wuchs. Trotz der Übererfüllung der Quartalszahlen fiel die Microsoft-Aktie nach den Berichten um ein Prozent, womit sie bis zum Mittwochabend bereits um 12 Prozent im laufenden Jahr verloren hat. Dies spiegelt die allgemeine Besorgnis wider, dass massive KI-Investitionen nicht die gewünschten Renditen bringen könnten und dass die KI-Technologie bestehende Softwaremärkte verdrängen könnte. Die Unternehmensführung plant zudem personelle Änderungen: Rajesh Jha, der Leiter der Office-Software, und Phil Spencer, der Chef des Gaming-Bereichs, kündigten ihren Rückzug an. Zudem verzeichnete das Unternehmen einen Anstieg der vertraglich gesicherten Einnahmen für die Zukunft auf 627 Milliarden Dollar. Die Kapitalausgaben für Infrastruktur und Leasing stiegen im Quartal um 49 Prozent auf 31,9 Milliarden Dollar, bleiben jedoch leicht unter den analystischen Erwartungen. Insgesamt zeigte sich, dass die vier führenden Cloud-Anbieter, Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft, ihre Quartalszahlen an einem Tag vorstellten. Dies geschah in einem Umfeld, in dem Tech-Aktien den besten Monat seit April 2020 erlebten, trotz makroökonomischer Risiken durch steigende Ölpreise und Lieferkettenprobleme im Nahen Osten. Analysten erwarten nun weitere Details und Prognosen während einer geplanten Konferenzschaltung am Abend.

Verwandte Links

Microsoft übertrifft Erwartungen mit 40% Azure-Wachstum | Aktuelle Beiträge | HyperAI