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Wonder Studios sichert 12 Mio. Dollar für AI-Content-Plattform

Das britische Startup Wonder Studios hat 12 Millionen US-Dollar in einer Seed-Runde gesammelt, um sich als „Y Combinator für Intellectual Property (IP)“ zu positionieren. Die beiden Gründer, Xavier Collins und Justin Hackney, wollen mit ihrer Plattform Kreative und Studios dabei unterstützen, ihre Inhalte zu skalieren und neu zu erschaffen – kombiniert mit fortschrittlicher KI-Technologie. Die Finanzierung wurde von Atomico angeführt, unterstützt von bestehenden Investoren wie LocalGlobe und Blackbird sowie neuen Partnern wie Adobe Ventures, Upside Ventures (gegründet von der britischen YouTube-Gruppe Sidemen), Joaquin Cuenca Abela von Freepik, Nigel Morris von Dentsu und Erik Huggers, ehemaliger CEO von Vevo. Insgesamt hat Wonder nun 15 Millionen Dollar eingesammelt. Das Unternehmen, das Anfang April gegründet wurde, betreibt bereits kommerzielle Projekte für große Namen wie YouTube, BBC, Google DeepMind und Universal Music Group. Es erstellt Musikvideos, Dokumentationen und Originalinhalte und hat kürzlich über eine Million Dollar Umsatz erreicht. Mit dem neuen Geld will Wonder seine Präsenz in den USA ausbauen, die Zahl seiner Mitarbeiter von derzeit 15 auf 30 bis Ende März 2026 verdoppeln und vor allem in originäre IP-Investitionen stecken. Wonder positioniert sich in einem zunehmend überfüllten Markt: Laut einer 2025er-Studie von FBRC sind seit 2022 mindestens 65 KI-Studio-Startups gegründet worden, die meisten klein und selbstfinanziert. Wenige haben sich durch proprietäre KI-Modelle wie Moonvalley (Muttergesellschaft von Asteria) abgehoben. Viele kämpfen mit der Frage, wie sie sich von der Konkurrenz abheben – besonders, wenn sie Venture-Capital anziehen wollen, das hohe Renditen erwartet. Die Gründer betonen, dass Wonder nicht nur Technologie, sondern auch kreative Expertise und ethische KI-Nutzung priorisiert. So arbeitet man ausschließlich mit Partnern zusammen, die langfristig orientiert und kreativ zentriert sind – wie ElevenLabs, bei dem Hackney früher tätig war. Die Firma bietet zudem eine App, die Studios mit Kreativen und Job-Suchenden verbindet, um eine Community zu bilden, ähnlich wie A24 mit seiner Marke. Zukünftige Pläne umfassen die Produktion von Original-IPs, die Erweiterung bestehender Marken – etwa die Verfilmung von Kinderbüchern – und die Nutzung von „Micro Dramas“, kurzen, vertikalen Serien für mobile Plattformen. Laut Collins könnte ein KI-getestetes IP-Format auf Social Media zunächst eine Community aufbauen, bevor es in ein teures, traditionelles Filmprojekt umgesetzt wird. So entsteht ein neuer, datenbasiertes Skalierungsmodell für kreative Inhalte. Die Pitch-Deck-Slides, die Business Insider exklusiv erhalten hat, zeigen eine Strategie, die KI, Kreativität und Community verbindet. Wonder positioniert sich nicht als reiner KI-Tool-Anbieter, sondern als Partner der Kreativen – ein Ansatz, der in einer Branche, die oft von Technologieüberforderung geprägt ist, durchaus relevant ist. „A24 hat die Marke perfektioniert, Wonder wird die Community perfektionieren“, sagt Collins. Industrieexperten wie Todd Terrazas von FBRC sehen in der Vielzahl an KI-Tools eine „Wahlparalyse“ bei Kreativen. Wonder könnte hier eine Schlüsselrolle spielen, indem es nicht nur Technologie, sondern auch Vertrauen und Struktur bietet. Mit einem klaren Fokus auf nachhaltige Partnerschaften, kreative Autonomie und Markenentwicklung könnte Wonder eine der wenigen KI-Startups sein, die sich nicht nur technologisch, sondern auch kulturell durchsetzen. Die Firma steht an einem entscheidenden Punkt: Kann sie aus der Flut an KI-Startups herausragen, indem sie nicht nur Werkzeuge liefert, sondern echte Inhalte und Communities schafft? Die nächsten Monate werden zeigen, ob „Wonder“ wirklich eine neue Ära der kreativen Produktion einläutet.

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