Supermicro meldet starke Q2-Ergebnisse und erhöht Jahresprognose
Supermicro hat die unüberprüften Finanzergebnisse für das zweite Quartal des Fiskaljahres 2026, das am 31. Dezember 2025 endete, veröffentlicht. Das Unternehmen meldete einen Umsatz von 12,68 Milliarden US-Dollar, was einem starken Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal von 5,68 Milliarden US-Dollar entspricht. Der Bruttogewinn betrug 798,6 Millionen US-Dollar, was einer Bruttomarge von 6,3 % entspricht. Die operative Gewinnspanne lag bei 474,3 Millionen US-Dollar. Der Nettoergebnis pro Aktie (diluted) belief sich auf 0,60 US-Dollar, während das nicht-GAAP-Ergebnis bei 0,69 US-Dollar lag. Die Cash-Position betrug am 31. Dezember 2025 4,1 Milliarden US-Dollar, während die Gesamtschulden (Bankkredite und konvertible Anleihen) bei 4,9 Milliarden US-Dollar lagen. CEO Charles Liang betonte das starke Wachstum in der AI- und Cloud-Infrastruktur, insbesondere dank der DCBBS-Technologie (Data Center Building Block Solutions), die eine skalierbare, energieeffiziente und kostengünstige Lösung für moderne Rechenzentren bietet. Das Unternehmen rechnet für das dritte Quartal des Fiskaljahres 2026 mit einem Umsatz von mindestens 12,3 Milliarden US-Dollar, einem GAAP-Gewinn pro Aktie von mindestens 0,52 US-Dollar und einem nicht-GAAP-Gewinn pro Aktie von mindestens 0,60 US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Supermicro einen Umsatz von mindestens 40,0 Milliarden US-Dollar. Die Prognose berücksichtigt eine Steuerquote von etwa 19,6 % (GAAP) und 20,2 % (nicht-GAAP) sowie eine vollständig dilutierte Aktienanzahl von 684 Millionen (GAAP) und 699 Millionen (nicht-GAAP). Die Finanzberichterstattung zeigt eine deutliche Expansion: Während die Aktiva von 14,02 Milliarden US-Dollar im Juni 2025 auf 28,00 Milliarden US-Dollar im Dezember 2025 stiegen, stieg die Schuldensumme signifikant – vor allem durch konvertible Anleihen und langfristige Kredite. Die laufenden Vermögenswerte verdoppelten sich auf 26,12 Milliarden US-Dollar, hauptsächlich aufgrund gestiegener Forderungen und Lagerbestände. Die Betriebstätigkeit führte zu einem Netto-Cash-Verbrauch von 941,4 Millionen US-Dollar, was vor allem auf hohe Forderungs- und Lagerinvestitionen zurückzuführen ist. Gleichzeitig wurden in der Investitionsphase 53,5 Millionen US-Dollar für Anlagen ausgegeben. Die nicht-GAAP-Zahlen zeigen eine verbesserte Profitabilität: Der nicht-GAAP-Gewinn pro Aktie (diluted) betrug 0,69 US-Dollar, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Adjusted EBITDA lag bei 628,6 Millionen US-Dollar (5,0 % des Umsatzes), was die Stärke der operativen Effizienz unterstreicht. Die Bruttomarge ohne Aktienoptionen stieg auf 6,4 %. Industrieanalysten sehen in Supermicro eine zentrale Triebkraft im AI- und Cloud-Sektor. Die starke Umsatzentwicklung und die Expansion der Fertigungskapazitäten in den USA, Taiwan und den Niederlanden unterstreichen die strategische Positionierung. Experten betonen, dass die hohe Verschuldung zwar Risiken birgt, aber durch die hohen Wachstumsaussichten und die technologische Führung in AI-Servern gerechtfertigt sei. Supermicro gilt als Schlüsselanbieter für die nächste Generation von Rechenzentren und ist ein zentraler Akteur im globalen IT-Ökosystem.
