Meta-CTO Bosworth stärkt nach Kündigungen die Moral
Meta-Cheftechnolog Andrew Bosworth hat die interne Stimmungslage des Unternehmens als kritisch niedrig eingestuft und reagiert auf die sinkende Arbeitsmoral nach umfangreichen Kürzungen und einer aggressiven KI-Strategie. Während eines internen Austauschs am 2. Juni verglich Bosworth die aktuelle Lage mit der Krise nach der Cambridge-Analytica-Affäre und betonte, dass die Mitarbeiterzufriedenheit zu den niedrigsten Werten der letzten zwei Jahre gezählt werde. Dies folgt auf eine Stellenabbauwelle im Mai, bei der zehn Prozent der Belegschaft entlassen wurden, um die Investitionen in künstliche Intelligenz zu finanzieren. Parallel wurden etwa weitere zehn Prozent der Mitarbeiter einer verpflichtenden KI-Einsatztruppe zugewiesen, die von vielen als reine Datenkennzeichnung empfunden wird. Bereits im April hatte ein umstrittenes Monitoring-Programm, das Mausbewegungen und Tastatureingaben zur KI-Optimierung erfasste, für interne Kritik gesorgt. In Reaktion auf die Lage hat Bosworth eine interne Mitteilung verfasst, in der er ein Programm zur Wiederbelebung der Unternehmenskultur ankündigte. Die Maßnahmen betonen langfristige Unterstützung, die Förderung innovativer Risikobereitschaft sowie mehr Transparenz bei der beruflichen Weiterentwicklung. Konkret sollen Mitarbeitende der KI-Einsatztruppe künftig wieder Stellen innerhalb von Meta beantragen können. Zudem werden die Budgets für Dienstreisen, Teamveranstaltungen und betriebliche Verpflegung erhöht. Das Technologieunternehmen sieht diese Schritte als notwendig an, um das Arbeitsumfeld nachhaltig zu stabilisieren und talentierte Fachkräfte langfristig zu binden, während die strategische Neuausrichtung auf KI-Architekturen fortgesetzt wird.
