Intel bestätigt Verzögerung des nächsten Xeon-7 bis 2027; Diamond-Rapids-Spezifikationen vollständig enthüllt
Intel hat auf der Computex offiziell bestätigt, dass der nächste Flaggschiff-Serverprozessor Xeon 7 (Codename Diamond Rapids) erst im Jahr 2027 erscheinen wird. Diese Verschiebung gegenüber den zuvor erwarteten Markteinführungen in diesem Jahr bedeutet, dass die EPYC-"Venice"-Prozessoren mit der AMD-Architektur Zen 6 dem Markt früher zur Verfügung stehen werden. Hinsichtlich der Kernspezifikationen basiert Diamond Rapids auf einer verbesserten Version des Intel 18A-P-Prozesstechnologie-Knotens. Laut Angaben von Intel bietet dieser Knoten bei gleicher Leistungsaufnahme eine Leistungssteigerung um 9 % oder einen Stromverbrauchsniedergang um 18 % bei gleicher Performance. Der Chip setzt vollständig auf ein 16-Kanal-Speicherkonzept (das 8-Kanal-Modell wurde gestrichen); die maximale Basisspeicherbandbreite beträgt bis zu 1,2 TB/s und kann durch Verwendung von MRDIMMs der zweiten Generation auf bis zu 1,6 TB/s steigen. Zudem ist Unterstützung für PCIe 6.0 ebenfalls bestätigt worden. Bezüglich der Anzahl der Kerne gibt Intel an, dass diese etwa 50 % höher sein sollen als beim Vorgänger Xeon 6 (Granite Rapids), was theoretisch rund 192 Kerne entspricht. Gerüchte über eine Variante mit 256 Kernen wurden von Intel offiziell dementiert, während eine Hochdichte-Version mit 512 Kernen weiterhin geplant bleibt. Was Details zur Mikroarchitektur betrifft, deuten aktuelle Hinweise auf das noch nicht öffentlich vorgestellte Panther Cove hin. Die Frage nach der Unterstützung von Hyper-Threading bleibt hingegen ungeklärt – obwohl Intel in seinem Geschäftsbericht Andeutungen machte, Multithreading wieder einzuführen, muss sich dies jedoch erst auf der Hot-Chips-Konferenz dieses Sommers bestätigen lassen. Im Vergleich dazu verfügt der für dieses Jahr angekündigte Zen 6 Venice von AMD bereits über veröffentlichte Spezifikationen wie 256 Kerne, eine Bandbreite von 1,6 TB/s sowie einen sprunghaften Leistungsanstieg um 70 %, womit er derzeit die Führung übernimmt. Intel richtet seinen Blick indes bereits auf Coral Rapids für das Jahr 2028; diese Plattform soll SMT-Technologie endgültig integrieren, um auf der nächsten Produktlinie eine Überholung anzustreben.
