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Google Maps erhält KI-Feature „Ask Maps“ und verbesserte Navigation

Google hat angekündigt, die Navigation-App Google Maps mit einer neuen KI-Funktion namens „Ask Maps" und einer überarbeiteten „Immersiven Navigation" zu erweitern. Diese Updates basieren auf dem KI-Assistenten Gemini und zielen darauf ab, die Nutzungserfahrung sowohl für Fußgänger als auch für Autofahrer grundlegend zu verbessern. Die neue „Ask Maps"-Funktion ermöglicht es Nutzern, komplexe Alltagsfragen in natürlicher Sprache zu stellen. Anstatt nur nach einfachen Standorten zu suchen, kann die App kontextbezogene Empfehlungen geben. Ein Beispiel für eine solche Anfrage lautet: „Mein Handy geht gleich aus, wo kann ich es aufladen, ohne auf eine lange Warteschlange für Kaffee zu warten?" Die KI analysiert dabei persönliche Signale des Nutzers, wie etwa gespeicherte Favoriten oder vorherige Suchverhalten, um maßgeschneiderte Vorschläge zu machen. So könnte die App einem Nutzer, der nach einem gemütlichen Ort für ein Treffen sucht, automatisch vegane Restaurants vorschlagen, wenn dies den bekannten Präferenzen entspricht. Darüber hinaus hilft die Funktion bei der Reiseplanung, indem sie Routen für mehrere Stopps vorschlägt und echte Tipps von anderen Nutzern liefert, etwa zu versteckten Wegen oder Eintrittsmöglichkeiten. Die Funktion startet aktuell in den USA und Indien auf Android- und iOS-Geräten und soll in Kürze auch auf Desktop-Computer verfügbar sein. Neben der textbasierten Interaktion erhielt die Navigationssoftware für das Fahren ein komplettes visuelles Update unter dem Namen „Immersive Navigation". Ähnlich wie bei Apple Maps bietet die App nun eine 3D-Darstellung, die nahegelegene Gebäude, Brücken und Geländestrukturen realistisch abbildet. Die App hebt zudem wichtige Straßendetails hervor, darunter Fahrspuren, Kreuzungen, Ampeln und Stoppschilder. Um Fahrern eine bessere Übersicht zu geben, sorgt das System für intelligentes Heranzoomen und macht Gebäude transparent, damit Nutzer vorankommende Kurven und Spurwechsel frühzeitig erkennen können. Die Sprachführung wurde ebenfalls überarbeitet, um natürlicher und hilfreicher zu klingen. Anstatt nur Distanzen zu nennen, gibt die App nun detaillierte Anweisungen, wie „Fahren Sie an dieser Ausfahrt vorbei und nehmen Sie die nächste Ausfahrt für Illinois 43 South". Zudem erklärt die App die Vor- und Nachteile alternativer Routen, etwa wenn eine schnellere Route Mautgebühren beinhaltet oder eine langsamere weniger Stau. Durch die Nutzung von Daten sowohl aus Google Maps als auch der Community-Plattform Waze werden auch aktuelle Störungen wie Baustellen oder Unfälle zuverlässig gemeldet. Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit, das Ziel vorab per Street View zu prüfen und Empfehlungen zum Parken zu erhalten. Wenn sich das Fahrzeug dem Ziel nähert, markiert die App den genaueingangsgebäude, nahegelegene Parkplätze und die richtige Straßenseite. Miriam Daniel, Vizepräsidentin von Google Maps, betonte, dass das Ziel darin bestand, das Reiseerlebnis neu zu gestalten und Unsicherheiten zu minimieren. Die Immersive Navigation wird ab sofort in den USA eingeführt und soll in den kommenden Monaten auf weitere iOS- und Android-Geräte sowie auf CarPlay, Android Auto und Fahrzeuge mit integriertem Google-System ausgeweitet werden.

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