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Google treibt Cloud-AI mit 180 Milliarden Investitionen voran

Google ist in vollem Umfang in die Ära der generativen KI eingestiegen – und das spiegelt sich in einer beispiellosen Kapitalausgabe wider. Für das Jahr 2026 plant das Unternehmen, zwischen 175 und 185 Milliarden US-Dollar in Kapitalinvestitionen (Capex) zu tätigen, was fast das Doppelte der 91,45 Milliarden im Jahr 2025 darstellt. Diese massive Ausweitung ist kein Zufall, sondern die logische Folge der rasant wachsenden Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Die Leistungsfähigkeit der eigenen Tensor Processing Units (TPUs), insbesondere der siebten Generation mit dem „Ironwood“-Chip, ist entscheidend dafür, dass Google die immensen Anforderungen von Gemini 3 – einem der leistungsstärksten KI-Modelle weltweit – bewältigen kann. In Q4 2025 verarbeitete Google über 10 Milliarden Token pro Minute, was einer Steigerung von 43 Prozent gegenüber Q3 entspricht und insgesamt 1.310,4 Billionen Tokens in diesem Quartal bedeutet. Diese Zahlen beziehen sich auf die Nutzung innerhalb von Google-Produkten wie Such- und Werbeplattformen, nicht aber auf interne Dienste oder Trainingsprozesse. Die strategische Priorität liegt klar auf der Skalierung der KI-Infrastruktur: Google investiert in die Entwicklung frontier-Modelle bei DeepMind, verbessert die Nutzererfahrung in seinen Diensten und befriedigt die steigende Nachfrage aus dem Cloud-Geschäft. Gleichzeitig wächst der Umsatzrückstand (Backlog) auf 240 Milliarden Dollar – ein deutliches Zeichen für eine hohe Nachfrage, die aber noch nicht vollständig mit Kapazitäten abgedeckt ist. Die Kapitalausgaben steigen exponentiell: 2023 lag das Capex bei etwa 22 Milliarden, 2024 bei 36 Milliarden, 2025 bei 91,45 Milliarden – und 2026 soll es auf fast 180 Milliarden steigen. Dieser Anstieg ist nicht nur technologisch, sondern auch finanziell möglich, weil Google über eine extrem profitable Kerngeschäftssparte verfügt: Such- und Werbeplattformen sowie YouTube. Im vierten Quartal 2025 erreichte Google einen Umsatz von 113,83 Milliarden Dollar (+18 %), ein Nettogewinn von 34,46 Milliarden Dollar (+29,8 %) und verfügte über 95,66 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln – fast die Hälfte des geplanten 2026er Capex. Besonders beeindruckend ist die Entwicklung des Google Cloud-Geschäfts: Umsatz stieg um 47,8 % auf 17,66 Milliarden Dollar, der operative Gewinn legte um das 2,5-fache zu und erreichte eine Gewinnmarge von 30,1 % – das bisher höchste Niveau in der Geschichte des Cloud-Geschäfts. Dies zeigt, dass Google nicht nur als KI-Infrastrukturanbieter, sondern auch als profitables Cloud-Unternehmen wächst. Die hohe Rentabilität wird durch die Kombination aus internem KI-Use Case, Skaleneffekten und einer starken Marktposition ermöglicht. Industrieanalysten sehen in diesen Zahlen eine neue Ära: Cloud und KI werden zunehmend zu grundlegenden Infrastrukturen, vergleichbar mit Energie oder Transport. Google ist dabei, sich als zentraler Player in diesem Ökosystem zu etablieren. Die Fähigkeit, KI-Modelle und -Infrastruktur selbst zu entwickeln, und die profitablen Kerngeschäfte ermöglichen eine Selbstfinanzierung, die wenige Unternehmen nachvollziehen können. Die Erwartung liegt bei einem Umsatzwachstum von 30 bis 50 Prozent für Google Cloud im Jahr 2026 – eine ambitionierte, aber durchaus realistische Zielsetzung. Die Zukunft gehört nicht mehr nur den Cloud-Anbietern, sondern denjenigen, die KI-Infrastruktur und -Anwendung gleichzeitig beherrschen. Google ist dabei, beides zu sein.

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