DLSS 5-Test: 12V-2x6-Anschluss drosselt Leistung
Kurz vor der offiziellen Markteinführung von Nvidias DLSS 5 ermöglichte die Community durch das Optiscaler-Modul erste Einblicke in die Leistungsfähigkeit des neuen KI-basierten Neural Renderings. Um die tatsächlichen Systemanforderungen vor der Finalversion einzuordnen, wurden Benchmarks mit der RTX 5090 Founders Edition sowie der MSI RTX 5090 Lightning Z mit Dual-12V-2x6-Anschluss und erweiterten Strombegrenzungsgrenzen durchgeführt. Die Tests umfassten Cyberpunk 2077, Hogwarts Legacy und Control, jeweils bei 4K-Auflösung mit DLSS Performance-Upscaling sowie maximalen Raytracing- bzw. Path-Tracing-Einstellungen. Die Ergebnisse zeigen, dass DLSS 5 mit deutlichen Leistungseinbußen von 39 bis 49 Prozent im Vergleich zu den Basiswerten verbunden ist, was in etwa den von Nvidia veröffentlichten technischen Daten eines acht Millisekunden dauernden Modellausführungszyklus pro 4K-Frame entspricht. Auffälligster Befund ist jedoch der enorme Strombedarf. Während die Founders Edition aufgrund des 575-Watt-Limits praktisch an ihre physikalischen Grenzen stößt, schaltete die MSI-Karte mit ihrem 1000-Watt-Potenzial sofort zusätzliche Reserven frei. Im Test stieg der Verbrauch unter aktiviertem Neural Rendering auf bis zu 802 Watt, was die enorme Rechenintensität der Diffusionsmodelle auf den Tensor-Kernen unterstreicht. Dieser Leistungsreserven-Überschuss übersetzt sich direkt in höhere durchschnittliche Frameraten und stabilere 1-Prozent-Lows, was die flüssigere Darstellung im Vergleich zur Standardhardware evident macht. Obwohl die Mod-Implementierung potenziell leicht ineffizienter sein kann als die offizielle Streamline-Integration von Entwicklerseiten, deuten die gesammelten Daten darauf hin, dass die finale DLSS 5-Version keine drastischen Leistungsverbesserungen bei identischer Hardware bieten wird. Die Technologie erfordert zwingend die Kombination aus Raytracing oder Path Tracing, DLSS Performance oder Ultra Performance sowie Multi-Frame Generation, um eine spielbare Basisflüssigkeit zu gewährleisten. Der Verzicht auf fortschrittliche Rendertechniken wäre kontraproduktiv, da DLSS 5 auf hochwertigen Vorlagen sein volles Bildpotenzial entfaltet. Zusammenfassend markiert DLSS 5 den Einstieg in eine neue Ära der fotorealistischen Echtzeitgrafik, stößt aber bereits mit aktueller Hardware an klare Strom- und Leitungsengpässe. Die beobachteten Limits am aktuellen Steckerstandard zeigen, dass die KI-gestützte Bildgenerierung konsequent für kommende Hardwaregenerationen mit höheren Leistungsdichten und effizienteren Tensor-Kernen ausgelegt ist. Bis zur breiten Verfügbarkeit über offizielle Kanäle bleibt das Ökosystem vorläufig in einer experimentellen Phase, doch die technischen Erkenntnisse liefern bereits jetzt einen klaren Fahrplan für die nächste Generation der High-End-PC-Hardware.