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OpenAI kauft Sky-Team, ChatGPT bald tief in macOS integriert

OpenAI hat kürzlich die kleine Firma Software Applications Incorporated (SAI) übernommen, die die künstliche Intelligenz-Anwendung Sky für Mac entwickelt hat. Das gesamte Team von 12 Mitarbeitern wechselt nun zu OpenAI und wird sich darauf konzentrieren, die Technologie von Sky tiefgreifend in die Mac-Plattform zu integrieren. Ziel ist es, ChatGPT noch natürlicher in den täglichen Arbeitsabläufen Mac-Nutzer:innen zu verankern. Sky ermöglicht es Benutzer:innen, mit natürlicher Sprache Aufgaben wie Schreiben, Codieren, Planen und Organisieren zu erledigen. Dabei kann die App nicht nur den Inhalt des Bildschirms erkennen, sondern auch direkt in anderen Anwendungen handeln – ein entscheidender Schritt hin zu einer agilen, künstlichen Intelligenz, die aktiv in den Arbeitsprozess eingreift. Nick Turley, Leiter von ChatGPT bei OpenAI, betonte, dass die Übernahme die Vision von OpenAI verstärkt, KI direkt in die Werkzeuge zu bringen, die Menschen täglich nutzen. Die Integration von Sky in die Mac-Welt passt perfekt zu OpenAIs breiter Strategie, KI in automatisierte und kontextbewusste Arbeitsabläufe zu überführen. Die Technologie hinter Sky ist besonders beeindruckend, da das Team bereits Erfahrung mit einem früheren, erfolgreichen Projekt hat: Workflow, das 2014 von den Gründern Ari Weinstein und Conrad Kramer gegründet wurde und 2014 von Apple übernommen wurde. Dort wurde es später zu Shortcuts weiterentwickelt. Kim Beverett, die dritte Mitgründerin und COO von SAI, arbeitete vorher fast zehn Jahre bei Apple, unter anderem an Safari, WebKit, Mail und FaceTime. Die Übernahme wurde von OpenAIs Board genehmigt und von Nick Turley und Fidji Simo, der Leiterin der Anwendungen bei OpenAI, geleitet. Obwohl die finanziellen Details der Transaktion nicht bekannt gegeben wurden, hatte SAI bereits 6,5 Millionen US-Dollar an Kapital aus einer Seed-Runde gesammelt, darunter Investitionen von OpenAIs CEO Sam Altman über ein Investment-Unternehmen. Altman hatte damit eine passive Beteiligung an Sky gehalten. OpenAI befindet sich aktuell in einer Phase intensiver Übernahmen: Im Mai hatte das Unternehmen Jony Ive’s AI-Startup io für mehr als sechs Milliarden Dollar erworben, im September folgte die Übernahme von Statsig für 1,1 Milliarden Dollar. Diese Strategie zeigt, dass OpenAI daran arbeitet, seine KI-Technologie nicht nur über Software, sondern auch über Hardware und tiefe Systemintegration zu verbreiten. Für Apple, das bisher bei der KI-Entwicklung hinterherhinkt, stellt Sky eine Herausforderung dar. Apple plant, seinen Assistenten Siri im kommenden Jahr mit KI-Unterstützung zu aktualisieren und hat bereits erste Funktionen wie Schreibhilfen, Live-Übersetzung und Bildgenerierung mit „Apple Intelligence“ eingeführt. Zudem arbeitet Apple mit OpenAI zusammen, um Siri-Abfragen, die er nicht beantworten kann, an ChatGPT weiterzuleiten. Allerdings ist Apple stark auf Datenschutz und lokale Verarbeitung ausgerichtet – eine agente KI, die den Bildschirm liest und Aktionen ausführt, könnte bei manchen Nutzer:innen Bedenken hervorrufen. Solche Systeme sind noch in den Anfängen und bergen Sicherheitsrisiken, was Apple bei der Entwicklung eigener Lösungen verlangsamen könnte. Die Übernahme von SAI unterstreicht, dass OpenAI nicht nur an der Entwicklung von KI-Modellen, sondern auch an ihrer praktischen, tiefen Integration in Alltagsgeräte wie den Mac interessiert ist – mit dem Ziel, KI zu einem unauffälligen, aber leistungsfähigen Teil des Arbeitsalltags zu machen.

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