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21-jähriger Ex-MrBeast-Mitarbeiter gründet AI-Startup für virale Videos

Der 21-jährige Jay Neo, ehemaliger Mitarbeiter von MrBeast, hat gemeinsam mit seinem Co-Gründer Shivam Kumar (30) und dem Content-Creator Harry Jones die AI-Startup Palo gegründet, um Kreativschaffende dabei zu unterstützen, virale Kurzvideos zu erstellen. Neo, der bereits als Teenager an der Analyse von Video-Retention arbeitete – also der Frage, warum Nutzer ein Video verlassen –, entwickelte während seiner Zeit bei MrBeast (Jimmy Donaldson) ein tiefes Verständnis für die Mechanismen hinter viralen Inhalten. Sein Fokus lag auf der Identifikation von „Hook“-Strukturen und der Optimierung von Videomustern wie dem „Stair Stepping“-Format, bei dem sich der Reiz eines Videos kontinuierlich steigert – beispielhaft in der viralen Serie „Would You Fly To Paris For A Baguette?“, die über eine Milliarde Aufrufe erreichte. Diese datengetriebene Herangehensweise prägte die Strategie des MrBeast-Teams und inspirierte Neo, eine Plattform zu schaffen, die diese Erkenntnisse automatisiert und skalierbar macht. Palo nutzt eine Kombination aus großen Sprachmodellen wie OpenAI und Google Gemini, um die gesamte Inhaltsbibliothek eines Creators zu analysieren. Die AI untersucht dabei kritische Elemente wie den ersten Sekunden-Hook, die Struktur, die Sprache und die Retention-Muster. Anstatt Kreatoren zu ersetzen, soll Palo ihnen helfen, durch datenbasierte Erkenntnisse kleine, aber wirksame Anpassungen vorzunehmen – etwa bei der Formulierung von Titeln, der Video-Struktur oder der Timing-Strategie. Die Plattform unterstützt zudem bei der Skripterstellung, Storyboard-Erstellung und bietet eine eigene Netzwerkfunktion, über die Kreative sich gegenseitig folgen und potenzielle Werbe-Partner finden können. Mit 3,8 Millionen US-Dollar an Finanzierung von Investoren wie PeakXV, NFX und EdgeCase Capital sowie mehreren angels, darunter Rohan Kumar, ehemaliger Head of Vertical Platforms bei MrBeast, geht Palo nun aus dem Stillstand. Das Geld fließt vor allem in die Kosten für künstliche Intelligenz-Infrastruktur und den Ausbau des Engineering-Teams. Aktuell arbeitet ein Kern-Team von acht Personen in einem Haus in Palo Alto. Die Plattform ist zunächst für Kreative mit über einer Million Follower zugänglich, soll aber bald auch für Nutzer mit 100.000 Followern erweitert werden. Ein Abonnement kostet 250 Dollar im Monat. Experten wie Josh Constine von Unexpected Investments sehen in Palo eine Antwort auf die zunehmende Belastung durch das ständige „Content-Surfen“, um die Algorithmen zu verstehen. „Palo übernimmt die mühsame Recherche, damit Kreative in Flow bleiben und sich auf ihre Kreativität konzentrieren können“, sagt er. Neo betont, dass Palo nicht einfach neue Inhalte generieren soll, sondern bestehende Inhalte analysieren und optimieren – besonders für etablierte Kreative, die bereits eine Basis haben, aber durchbrechen wollen. In einer Zeit, in der die Content-Industrie von Algorithmen und Kurzform-Inhalten dominiert wird, könnte Palo eine Schlüsselrolle bei der Effizienzsteigerung und der Erhaltung kreativer Integrität spielen.

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