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OpenAI stellt agentes Codiermodell vor – knapp nach Anthropic

OpenAI hat am Dienstag mit der Einführung von GPT-5.3 Codex eine erhebliche Weiterentwicklung seines agentenbasierten Programmierwerkzeugs Codex vorgestellt. Das neue Modell soll Softwareentwicklern nicht nur bei der Codeerstellung und -überprüfung helfen, sondern praktisch alle Aufgaben übernehmen, die professionelle Entwickler am Computer erledigen – von der Planung über das Debugging bis hin zur Integration in bestehende Systeme. Laut OpenAI kann GPT-5.3 Codex innerhalb von Tagen komplexe Anwendungen und Spiele von Grund auf erstellen, wobei die Ergebnisse hochfunktional und produktionsreif sein sollen. Die Leistung wurde an mehreren Benchmark-Tests getestet, die die Fähigkeit des Modells unter Beweis stellten, komplexe, kohärente Softwarelösungen autonom zu generieren. Ein zentraler Fortschritt liegt in der Geschwindigkeit: GPT-5.3 Codex ist laut OpenAI um 25 Prozent schneller als seine Vorgängerin GPT-5.2. Besonders bemerkenswert ist zudem, dass dieses Modell das erste seiner Art ist, das „wesentlich zur eigenen Entwicklung beigetragen hat“. Entwickler von OpenAI nutzten frühe Versionen des Modells, um Fehler zu finden, Leistung zu optimieren und die Qualität der Ausgaben zu bewerten – ein Schritt, der die autonome Verbesserung von KI-Systemen deutlich voranbringt. Die Ankündigung erfolgte nur wenige Minuten nach der Veröffentlichung eines vergleichbaren agentenbasierten Programmiermodells durch den Konkurrenten Anthropic. Beide Unternehmen hatten ursprünglich geplant, ihre Tools exakt um 10 Uhr PST zu veröffentlichen. Doch Anthropic verschieb seinen Launch um 15 Minuten nach vorne, was ihm einen winzigen Vorsprung verschaffte. Die rasante Abfolge der beiden Releases unterstreicht den intensiven Wettbewerb im Bereich agenter KI, insbesondere im Bereich Softwareentwicklung. Industriebeobachter sehen in diesem Schritt einen Wendepunkt: Die Fähigkeit von KI, nicht nur Code zu schreiben, sondern selbstständig komplexe Entwicklungsprozesse zu steuern, könnte die Softwarebranche grundlegend verändern. Experten warnen jedoch vor einer zu schnellen Automatisierung, insbesondere hinsichtlich Sicherheit, Transparenz und der langfristigen Auswirkungen auf Arbeitsplätze. OpenAI positioniert sich mit GPT-5.3 Codex als Vorreiter in der Entwicklung von KI-Agenten, während Anthropic mit seinem eigenen Modell, Claude 3.5 Sonnet, ebenfalls starke Fortschritte bei autonomen Aufgaben zeigt. Beide Unternehmen treiben die Grenzen der KI-Entwicklung voran – und setzen damit einen neuen Standard für die Zukunft der Programmierung.

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