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Insider: Training von ChatGPT für Landwirtschaft

Laut dokumentierten Berichten von Business Insider arbeitet OpenAI derzeit mit dem Datenlabeling-Unternehmen Handshake AI an einem internen Projekt, das als Stagecraft bekannt ist. Ziel ist die Spezialisierung des ChatGPT-Modells für hochqualifizierte Berufe und Nischengebiete wie Landwirtschaft, Viehzucht, Pflege, Luftfahrt und Kunst. Dabei sollen nicht nur allgemeine Fähigkeiten verbessert, sondern spezifische Arbeitsabläufe professioneller Tätigkeiten simuliert werden. Das Projekt beschäftigt etwa 3.000 bis 4.000 Freelancer, die von Handshake AI angeworben werden. Die Unternehmen zahlen den Auftragnehmern mindestens 50 Dollar pro Stunde, wobei in anderen Bereichen der Plattform bis zu 500 Dollar pro Stunde möglich sind. Die Contractors erhalten detaillierte Anweisungen, eine spezifische Berufspersona zu entwickeln – beispielsweise ein Apotheker oder ein Bauingenieur – und darauf basierende Aufgaben zu erstellen, die den realen Arbeitsanforderungen entsprechen. Diese Aufgaben müssen digitale Ergebnisse liefern, wie etwa die Erstellung einer 10-seitigen medizinischen Literaturrecherche oder die Berechnung von Gehaltsabrechnungen basierend auf Arbeitsverträgen. Ein Leitfaden betont, dass die Arbeit Wissensarbeit und keine manuelle Tätigkeit ist, um ökonomisch relevante Aufgaben abzubilden und die Fähigkeiten des Modells zu evaluieren. Handshake AI ist Teil einer wachsenden Branche von Startups, die weltweite Auftragnehmer einsetzen, um KI-Modelle von Tech-Giganten zu trainieren. Im Gegensatz zu früheren Aufgaben, die oft nur auf die Filterung von Texten beschränkt waren, erfordern Projekte wie Stagecraft heute Fachwissen oder akademische Abschlüsse. Die gesammelten Daten sollen sicherstellen, dass die KI Modelle realistische Workflows verstehen und sich ethisch sowie verlässlich in professionellen Kontexten verhalten. Der Prozess umfasst eine doppelte Überprüfung der erstellten Materialien durch Handshake, einschließlich einer Prüfung durch Branchenexperten, sowie eine dritte Überprüfung durch OpenAI selbst. Die Öffentlichkeit erhält durch diese Projekte einen Einblick in eine Liste von über 400 Berufen, darunter Geowissenschaftler, Pflegekräfte, Schauspielleiter und Fluglotsen. Dokumente, die Business Insider zugespielt wurden, enthüllen zudem, dass die E-Mail-Adressen und persönlichen Daten der Freelancer in einer öffentlich zugänglichen Tabelle enthalten waren, was Datenschutzbedenken aufwirft. Parallel zur Erweiterung der KI-Fähigkeiten berichten Auftragnehmer jedoch auch von Problemen mit der Bezahlung. Business Insider dokumentierte Fälle, in denen Handshake AI Freelancern bis zu mehrere tausend Dollar für bereits geleistete Arbeit verweigerte, indem man ihnen Verstöße gegen Plattformregeln vorwarf. In diesen Fällen sei kein Berufungsverfahren möglich. Offizielle Statements von OpenAI oder Handshake AI zu diesen Vorwürfen oder zur Spezialisierung des Projekts liegen nicht vor. Die Entwicklung zeigt jedoch einen deutlichen Trend hin zu hochspezialisiertem KI-Training, bei dem menschliche Expertise genutzt wird, um die Reife und Präzision von Sprachmodellen für komplexe Berufsfelder zu steigern.

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