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Amazon: 97 % der Geräte unterstützen Alexa+

Amazon hat auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas Einblick in die Zukunft seines KI-Ökosystems gegeben, wobei der Fokus auf der Ausweitung der Alexa+-Plattform lag. Laut Daniel Rausch, VP von Alexa und Echo, können bereits 97 % aller je von Amazon verkauften Geräte – insgesamt über 600 Millionen – Alexa+ nutzen. Diese Zahl unterstreicht die enorme Reichweite der Amazon-Infrastruktur im Haushalt und die starke Basis, auf der die neue KI-Plattform aufbauen kann. Alexa+ wurde Anfang des Vorjahres vorgestellt und soll Amazon in die Lage versetzen, mit generativen KI-Systemen wie ChatGPT, Google Gemini oder Claude konkurrieren zu können. Die aktualisierte Version bietet natürlichere Sprachausgabe, Zugriff auf aktuelle Weltwissen und KI-Agenten, die Aufgaben wie das Buchen einer Uber-Fahrt oder das Bestellen von Essen automatisieren. Seit der Einführung hat Amazon die Plattform schrittweise ausgerollt: Bis Juni letzten Jahres hatten bereits mehr als eine Million Nutzer Zugriff, und mittlerweile können „Zehn Millionen“ und mehr sich für die Aktivierung entscheiden. Ein genaues Verbreitungsdatum für alle Nutzer steht noch aus, doch Amazon setzt zunächst auf Prime-Mitglieder. Die Strategie beruht auf der Annahme, dass die hohe Vertrautheit der Kunden mit Alexa und die ständige Verfügbarkeit im privaten Umfeld – per Sprache, im Hintergrund, ohne aktive Interaktion – entscheidende Vorteile darstellen. Rausch betont, dass Alexa nicht als Ersatz für spezialisierte KI-Systeme wie juristische oder medizinische Assistenten gedacht sei, sondern als „grundlegendes, namhaftes KI-System“, das in den Alltag integriert ist. Parallel zur Geräteausweitung hat Amazon die Nutzererfahrung digital erweitert: Vor der CES wurde ein neuer Alexa-Webzugang und eine überarbeitete App vorgestellt, die eine Chatbot-ähnliche Oberfläche präsentiert. Auf der Messe zeigten Partner wie Samsung, BMW und Oura, wie Alexa in Smart-Home-Geräte, Autos und Gesundheits-Trackern integriert ist. Zudem kündigte Amazon die Akquisition des KI-Handy-Unternehmens Bee an, das Sprachaufzeichnungen erfasst und auswertet, um Einblicke in Gespräche zu liefern. Bee kann über Text oder Sprache genutzt werden und soll künftig enger mit Alexa verknüpft werden – bleibt aber als eigenständige Marke mit eigenem Nutzererlebnis erhalten. Industriebeobachter sehen in der Strategie eine klare Antwort auf die Konkurrenz: Während Apple mit Google Gemini für Siri kooperiert, etabliert Amazon eine umfassende, physisch und digital verankerte KI-Präsenz. Die Herausforderung bleibt jedoch, ob Nutzer die neuen Funktionen tatsächlich nutzen – und ob die Kombination aus Alltagstauglichkeit, Markenvertrautheit und KI-Leistung langfristig überzeugt. Amazon setzt auf die Macht des Alltags, und die 97 %-Zahl ist ein klares Signal: Die KI ist nicht nur in der Cloud, sondern in der Wohnung, im Auto und an der Hand.

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